19.03.2026. Die Tagung widmet sich einem bislang wenig beachteten Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkriegs: den Kindern aus sogenannten „verbotenen“ und gesellschaftlich verdrängten Beziehungen zwischen Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangenen im Deutschen Reich, deutschen Besatzungssoldaten sowie lokalen Frauen oder Männern. Diese Beziehungen waren von Gewaltverhältnissen, rassistischen Zuschreibungen und staatlicher Repression geprägt – ihre Folgen wirkten weit über 1945 hinaus. Anlässlich der Präsentation der an der Gedenkstätte Lager Sandbostel erarbeiteten Wanderausstellung „trotzdem da! – Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen“, die noch bis 26. April 2026 in Berlin zu sehen ist, bringt die Tagung Historiker*innen, Pädagog*innen, Nachkommen der Betroffenen sowie Akteur*innen der Erinnerungskultur in einen interdisziplinären Dialog. Im Mittelpunkt stehen historische Einordnungen, lebensgeschichtliche Erfahrungen und transgenerationale Perspektiven. Zugleich öffnet die Tagung den Blick auf die Nachkriegszeit sowie auf vergleichende Perspektiven in Europa und darüber hinaus. Ziel ist es, Forschungslücken sichtbar zu machen, Erinnerungskultur kritisch zu reflektieren und Impulse für neue Formen historisch-politischer Bildungsarbeit zu geben. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung bis zum 15. März 2026: veranstaltung_ns-zwangsarbeit@topographie.de. Eine Online-Teilnahme ist möglich. Veranstalter: Gedenkstätte Lager Sandbostel Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Link: https://www.ns-zwangsarbeit.de/veranstaltungen .

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