Vielen Dank für euren weiteren Zuspruch!
Der Reihe nach:
unsere Tochter hat zwar an ihrer Arbeitsstelle eine Freundin gefunden, aber die lebt eben 30 km von uns weg, ohne Auto, Bahn und Bus fährt hier ja nicht. Und sonst kennen wir eben keinen Menschen hier... *mal ein wenig jammer*....
Unsere Verwandten leben alle im Rheinland, das sind etwa 500 km von hier, da kommt nicht mal eben jemand vorbei. Allerdings ist ihr Freund seit gestern abend mal wieder hier, der kommt einmal im Monat, mehr geht nicht. Das hebt dann wenigstens mal ihre Laune.
Am nächsten Montag haben wir einen Gutachtertermin in einer Berufsgenossenschaftsklinik in Hamburg, möglicherweise wird sie dort zur Reha aufgenommen, vielleicht auch nochmal operiert, auch wenn uns DAVOR allen graust. Wir haben jetzt auch die
OP-Berichte bekommen, eine einzige Katastrophe. Und das schreiben die da auch alles frank und frei rein, nicht zu fassen. Mal sehen, was die BG dazu sagt, denn die muss den ganzen Mist ja bezahlen, da es sich um einen Arbeitsunfall handelt.
Die Schmerzen sind jetzt nicht mehr so wild, allerdings ist eben nur eine 10prozentige Beweglichkeit des Beines gegeben, das Meiste ist das nicht. Und sie hat halt eine Riesenblockade im Knie, die nicht zu überwinden ist, und das trotz 15 Einheiten Physiotherapie pro Woche. Es geht einfach nicht weiter.
Dazu kommt, dass unsere Jüngste, die von Geburt schwerhörig ist, durch einen Versuch im Physikunterricht, Frequenzen, jetzt ein Dauerohrgeräusch hat und zur genauen Abklärung nun auch ständig zum Arzt muss, am nächsten Montag, ja!, auch am Montag, man tut ja sonst nix!, in die Uniklinik nach Lübeck muss. Also Papa mit Groß-Kind, Mama mit Klein-Kind. Wozu brauchen wir Hobbies??? Und dann kommen halt immer die Sorgen dazu, was werden soll, in beiden Fällen.
Eine Entlastung steht uns übrigens nicht zu, dafür müsste die Große unmündige Kinder haben, und selbst dann wäre es noch schwierig. Denn sie ist ja zuhause. Wenn sie alleine leben würde, wäre sie längst verhungert oder im Dreck erstickt. Aber dafür ist die Kasse nicht zuständig.
Wir wissen einfach auch nicht, wie es für sie beruflich weitergehen soll, eigentlich müsste sie sich jetzt bewerben oder für einen Studienplatz einschreiben, aber wenn sie dann irgendwo hinkommen soll zum Gespräch, das geht ja gar nicht. Und selbst wenn wir sie hinchauffieren, wer stellt denn ein Mädel ein, von dem man nicht weiß, wie leistungsfähig sie in Zukunft sein wird? Bei DER Konkurrenz heutzutage! Zumal: eine Ärztin, die nicht stehen kann? Eine Krankenschwester, die an Krücken läuft??? Eine Physiotherapeutin, die selber Physiotherapie benötigt, die nur im Sitzen praktiziert? (Alles Berufswünsche....)
Na ja, das wird noch ein langes Thema sein!
Ich danke euch wieder für eure Anteilnahme!
Alles Liebe,
Nachtmarie