Das Saarland führt eine verpflichtende, landesweite Sprachstandsfeststellung ab vier Jahren ein, die ab April 2026 in einem zweistufigen Modellversuch startet.Kern des Konzepts "Startklar Deutsch" ist eine einheitliche Sprachstandsfeststellung knapp zwei Jahre vor Schuleintritt im Rahmen einer vorgezogenen Schulanmeldung. Alle Kinder eines Jahrgangs werden erreicht – unabhängig davon, ob sie eine Kita besuchen oder nicht. Zum Einsatz kommt die unter Beteiligung der Universität des Saarlandes entwickelte "Wuschel-App", ein digitales, wissenschaftlich begleitetes Instrument zur kindgerechten Sprachstandsfeststellung.Wird ein erheblicher Sprachförderbedarf festgestellt, beginnt die verbindliche Unterstützung im letzten Kitajahr – dem "Bildungschancenjahr". Kinder mit erheblichem Förderbedarf erhalten im letzten Kita-Jahr vier zusätzliche Wochenstunden gezielte Sprachförderung in kleinen Gruppen. Diese Förderung ist in den Kita-Alltag integriert und wird von (Sprachförder-)Lehrkräften begleitet.Kinder ohne bisherigen Kitabesuch erhalten ein Ersatzangebot im Umfang von 15 Stunden pro Woche, das mit örtlichen Trägern der Jugendhilfe geschaffen wird. Dieses Angebot bringt die räumlichen Möglichkeiten vor Ort zusammen und kann in einer Kita, in einem Sozialraum oder einer Schule stattfinden.Das Gesamtkonzept wird in einem zweistufigen Modellversuch erprobt.

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