Hallo
Hier kommt Kind Nummer 2.
Mein Sohn (heute 11) wurde fünf Wochen vor dem 3. Geburtstag unserer Tochter geboren. Nachdem die Entbindung von unserer Tochter ohne Probleme ablief, meinte meine Gynäkologin, dass diese Entbindung "spannend" wird. Denn auf dem Ultraschall haben wir gesehen, dass die Nabelschnur, vor dem Kopf meines Sohnes lag. Außerdem lag die Plazenta gefährlich nah vor dem Ausgang.
Na, ja. Also habe ich mich im großen und ganzen auf einen Kaiserschnitt eingestellt, und für mich stand fest, nur mit Vollnarkose. Weil ich vor dieser (Rückenspritze) eine Höllenangst habe.
2 Wochen vor dem Termin, bin ich dann wegen leichter Wehen in die Klinik. Aufgrund der Herzfrequenz des Babys, hat er Doc mir schon vorsichtshalber einen Zugang in die Vene legen lassen. Als ich dann irgenwann einmal Wasserlassen mußte, durfte ich mich auf einer Schüssel erleichtern. Durch diese Entspannung, fiel die Nabelschnur aus mir heraus. Im Fachbegriff: Nabelschnurvorfall.
Hebamme:"In den Vierfüßlerstand!"
Die Hebamme drückte den Kopf des Babys zurück, um den Druck auf die Nabelschnur zu verringern.
So bin ich in den
OP. Der Arzt: "Anäthesist?Wo ist der Anästhesist!?"
Ich wurde noch gefragt, was ich gefühstückt habe, dann gingen bei mir die Lichter aus.
Als ich aus der Narkose erwachte, sagte man mir, dass unser Sohn nur zur Überwachung ins Uniklinikum gebacht wurde. Es ginge ihm aber gut. 50 cm,3100 g und einen Kopfumfang von 34 cm, was im Fall des Kaiserschnittes, echt völlig egal ist.
Mein Mann sagte später zu mir, die Zeit im
OP, waren die längsten 10 Minuten in seinem Leben.
Der entbindende Gynäkologe war recht stolz auf sich, denn bis zu diesem Zeitpunk war ich die zweite Frau in der Klinik, bei der die Nabelschnur vorgefallen ist. Einmal durfte der Chef die Entbindung durchführen, jetzt war er der Auserwählte.

Nach zwei Tagen durfte mein Mann unseren Sohn zu mir holen. Auf eine Art war ich froh, ihn endlich in die Arme zu schließen, war aber auch froh, in der Zeit mit den
OP-Schmerzen vor mich hinleiden zu können.
Was ich superlieb fand, - am ersten Tag nach der Entbindung, brache man mir eine Milchpumpe. Das Ergebnis, einen Fingerhut voller Muttermilch

. Diese wurde zu meinem Sohn in die andere Klinik gebacht.
So war´s. Und ich hätte sehr viel lieber auch meinen Sohn auf natürliche Weise zur Welt gebracht.
Ich hoffe das meine Geschichte gefällt.
Bis bald
Tanja