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In dieser Diskussion geht es um "Trauer, Traurigkeit und Verlustangst" im "Partnerschaft und Familie" Forum, als Teil von Elternfragen.net
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  1. #1
    Labertasche Avatar von Filliz
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    Standard Trauer, Traurigkeit und Verlustangst


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    Hallo meine Lieben

    Seit einem Jahr wissen wir, dass es dem Opa (Schwiegerpapa) gesundheitlich sehr schlecht geht. (Speiseröhrenk..., mit Streuung - Metsatasen in Leber).
    Wir klärten unsere Kinder 14 und 11, zunächst nur so auf, dass der Opa sehr krank sei und er sich auch verändern würde.
    Seit kurz vor Ostern geht es ihm zunehmend schlimmer. Unsere Große, bekam dann auch mit, worum es ging und das war dann auch O.k.
    Vor ca. 10 Tagen, rief der Opa dann an und wollte meinen Mann mal sprechen. Nach dem Telefonat meinte unser Sohn, geht es dem Opa wieder gut? Na, ja. Dann habe ich es ihm erklärt. (Tränenreich, da ich auch sehr nah am Wasser gebaut bin). Nachdem wir uns wieder gefaßt hatten, war alles in Ordnung, bis zum Abend. Kummer und Sorge lies unsern Sohn nicht einschlafen.
    Jetzt hatte er auch noch Geburtstag. Wird auch der Opa kommen können? Ja, er kam Gestern und es ging ihm den Umständen entsprechend gut.
    Heut in der Schule stand eine Mathearbeit an, eigentlich kein Problem. Leider wurde ich unmittelbar nach der Mathearbeit angerufen, mein Sohn würde weinen.
    Die seelische Verfassung meines Sohnes ließ mich mit ihm zum Kinderarzt fahren, zumal er seit einer Woche einen Husten hat (nur Nachts) den wir nicht in den Griff bekommen. Der Kinderarzt gab uns beiden Globulikügelchen und für meinen Sohn Adressen zur Trauerbearbeitung.
    Gerade habe ich noch mit dem Lehrer gesprochen, damit er das Verhalten meines Sohnes nachvollziehen kann. Auf jedenfall, sehr verständnisvoll.

    Natürlich will ich bzw. wollen wir das Thema nicht "Totschweigen", aber es muß doch möglich sein den "normalen" Tagesablauf hinzubekommen. Denn immerhin gibt es den Opa ja. Und wir hoffen das er noch eine Weile bei uns ist.

    Für Tips und Angeboten, bin ich sehr dankbar

    Bis dann
    Tanja

  2. #2
    Profi Chatter Avatar von pippilotta
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    Standard AW: Trauer, Traurigkeit und Verlustangst

    Liebe Tanja,
    das ist ein trauriges Thema und beim Lesen eben sind mir (nicht ganz so sehr nah am Wasser gebaut) auch die Tränen in die Augen geschossen. Vor ca. 1 Monat ist meine Oma gestorben und mit über 30 ist das für mich schwer zu begreifen und zu verarbeiten. Wie mag die Konfrontation damit also für ein 11-jähriges Kind sein. Unsere Tochter, die ja noch nicht mal 3 Jahre alt ist, fragt auch oft, wann wir wieder zur Uroma gehen und seltsamerweise besonders oft, seit sie gestorben ist. Ich bin auch unsicher, wie ich mich dann verhalten soll, ich habe ihr gesagt, dass die Uromi umgezogen ist und wir sie jetzt nicht mehr besuchen können. Aber natürlich kommt dann die Frage 'warum'.
    Ich glaube schon, dass es der richtige Weg ist, wenn Ihr möglichst offen mit der Situation umgeht, denn Kindern in dem Alter kann man nur schwer war vormachen und es würde Euren Sohn sicherlich erst recht verunsichern, wenn Ihr das Thema totschweigt. Trotzdem ist es schwer zu entscheiden, wieviel Wahrheit man dem Kind zumuten kann. Hast Du Dich schon mit der Trauerbegleitung in Verbindung gesetzt ? Dort wird man Dir sicherlich gute Tipps geben können, wie Ihr das Thema behutsam mit Euren Kindern besprechen könnt. Ich kann mir vorstellen, dass die Trauerbegleitung auch Euch selbst helfen kann, mit der Situation umzugehen.
    Trotzdem ist es natürlich ein schwieriger Weg für Eure Familie und ich wünsche Euch dafür von Herzen viel Kraft und Zuversicht und natürlich, dass Ihr noch ein ganz lange schöne Zeit mit Deinem Schwiegervater zusammen habt.
    Fühl Dich gedrückt !
    LG Lotta
    *~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
    Glück kann man nicht kaufen, Glück wird geboren !
    *~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ *~*~*~*~*~*~*~*

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  4. #3
    Profi Chatter
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    Standard AW: Trauer, Traurigkeit und Verlustangst

    Liebe Tanja,

    es tut mir sehr leid zu lesen, was ihr alle gerade durchmacht.
    Nun weiss ich nicht, inwieweit Dein Sohn schon mit dem Thema Tod konfrontiert worden ist...?
    Meine Oma väterlicherseits starb damals als ich 12 war und nur ein halbes Jahr später starb mein Opa mütterlicherseits. Das ist schwer und verwirrend, wenn man ein Kind ist, aber leider unumgänglich das man auch diese Erfahrung machen muss.
    Vielleicht wäre es eine gute Idee, mit Deinem Sohn nochmal zu sprechen und ihm zu sagen, das der Opa zwar sehr krank ist, aber Dein Sohn und auch ihr alle gerade jetzt die Gelegenheit habt, noch einiges mit ihm zu erleben, ihn zu sehen und mit ihm zu sprechen.
    Natürlich ist die Trauerbewältigung sicher gut und richtig das Dein Sohn dahin geht, aber ehrlich gesagt, halte ich das im Moment für den falschen Zeitpunkt, weil Dein Sohn und auch ihr alle gerade JETZT den Opa noch habt und Zeit mit ihm verbringen könnt, seid ihm nahe so gut ihr könnt und so weit es ihm dabei gut geht. Geht mit ihm - falls er noch kann, in den Park, in den Zoo, in ein Museum.
    Die Zeit ist so wertvoll. Sag Deinem Sohn, das er alles fragen kann, was ihm auf der Seele liegt und das ihr für ihn da seid. Das es nicht schlimm ist, wenn er jetzt die Mathearbeit verhaut. Das es wichtig ist, füreinander da zu sein und das der Opa, auch wenn er gestorben sein wird, immer noch bei Deinem Sohn ist, in seinem Herzen und er sich immer und jederzeit an all das Schöne erinnern kann, was er mit dem Opa gemacht hat. Das es okay ist, auch mal zu weinen und das man nicht immer stark zu sein braucht.
    Gleiches gilt nicht nur für Deinen Sohn, auch für Deine Schwiegermutter, Dich, Deinen Mann, Deine Tochter, Schwager, Schwägerin...

    Ich denk an Euch,
    und wünsche Euch noch eine wunderschöne Zeit mit dem Opa
    und das ihr immer dankbar sein könnt für jede Minute, Stunde, Tag, Monat und Jahr mit ihm und mit allen anderen, die Euch nahe und wichtig sind,

    Tina

    Liebe Grüsse

    Tina





  5. #4
    Profi Chatter Avatar von pippilotta
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    Standard AW: Trauer, Traurigkeit und Verlustangst

    Natürlich ist die Trauerbewältigung sicher gut und richtig das Dein Sohn dahin geht, aber ehrlich gesagt, halte ich das im Moment für den falschen Zeitpunkt, weil Dein Sohn und auch ihr alle gerade JETZT den Opa noch habt und Zeit mit ihm verbringen könnt, seid ihm nahe so gut ihr könnt und so weit es ihm dabei gut geht.

    Der Begriff Trauerbewältigung bzw. Trauerbegleitung ist wahrscheinlich etwas irreführend, aber was ich meinte - und ich nehme an, auch Tanjas Kinderarzt - ist eine eine Art Hospizdienst wie er bei uns z.B. vom Diakonischen Werk, Caritas u.a. angeboten wird. Es muss ja auch nicht unbedingt Tanjas Sohn selbst hingehen, aber sie und ihr Mann können sich dort sicherlich einige Hilfe und Tips holen, wie man in der Familie und mit den Kindern mit dieser Situation umgehen kann. LG Lotta

  6. #5
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    Standard AW: Trauer, Traurigkeit und Verlustangst

    Ach so... sorry, da hab ich wohl was missverstanden, ich hätte jetzt darunter so etwas wie mehrere Gesprächssitzungen für Euren Sohn verstanden...

    Tina

  7. #6
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    Standard AW: Trauer, Traurigkeit und Verlustangst

    Es tut mir auch leid, dass ihr gerade diese Zeit durchmacht.
    Meine Erfahrungen sind, so bald wie möglich die Kinder aufzuklären. Man sollte nicht drumrum reden, sondern ehrlich sein.
    Vielleicht würde es deinen Sohnn helfen, wenn er mal mit seinem Opa darüber redet(wenn der Schwiegervater die Krankheit akzeptiert hat).
    Ich habe meinem Sohn mit 3 Jahren schon den Tod der Schwiegermutter erklärt und für ihn war es damit abgeschlossen. Je jünger die Kinder sind um so naiver gehen sie an das Thema ran. Sie haben noch keine schlechte Erfahrung mit dem Tod.
    Wahrscheinlich ist das einfach ein Problem in unserer Kultur, dass wir das Ende nicht akzeptieren.
    Natürlich ist es schlimm, wenn man einen Menschen verliert. Aber sobald etwas geboren ist, muss es wieder sterben.

    Genießt noch die Zeit mit ihm. Vielleicht lebt er noch lange mit dieser Diagnose. Ihr müsst euch gegenseitig halt geben und immer positiv denken.
    Es ist leichter gesagt als getan, aber es hilft euch es besser zu akzeptieren.
    Du kannst ja deinen Sohn sagen, wenn der Opa gestorben ist, kann er ja mit ihm reden.

    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen. Das sind meine Erfahrungen aus dem Seniorenheim. (Bin Altenfachbetreuer)

    Es kann sein, dass diese Zeilen keinen Trost spenden, vielleicht sogar sich "kalt" anhören. Aber wenn ihr die Situation akzeptiert und loslassen könnt, ist es für deinen Schwiegervater auch viel leichter einmal zu gehen.

    Lg Die Österreicherin

  8. #7
    Labertasche Avatar von Filliz
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    Standard AW: Trauer, Traurigkeit und Verlustangst

    Hallo zusammen

    Zunächst einmal herzlichen Dank für Euer Mitgefühl. Meinem Sohn haben die Globuli Kügelchen einiges gebracht, bei mir war eine Erstverschlimmerung eingetreten. So zwei Tage lang, war mir, bei jeder erdenklichen Situation, einfach nur zum Heulen zu mute. Aber jetzt geht es wieder.
    Der Schwiegerpapa hatte gestern einen guten Tag, er sagte was davon, das er nächste Woche, nachts dreimal eine künstliche Ernährung bekommen wird, damit er etwas mehr zu kräften kommt. Er ist im Moment die meiste Zeit sehr schlapp und schläft viel. Das liegt vielleich, oder auch bestimmt am Morphiumpflaster, das ihn so müde macht.
    Es ist auf jedenfall tröstlich, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht und er keine Schmerzen haben muß.

    Bis zum nächsten mal
    Tanja

  9. #8
    Aktiver Teilnehmer Avatar von Big B
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    Standard AW: Trauer, Traurigkeit und Verlustangst

    Hallo Tanja,

    erstmal viel Kraft und ichdrückdichmal!!!
    Ich find es gut das du deinen Kindern die Warheit gesagt hast, und das sie ihren Opa sehen dürfen. Bei mir war das anders. Mein Opa wurde Krank als ich 8 war, er hatte Lungenkrebs und der streute. Ich durfte nicht mehr zu ihm, insgesammt ein Jahr. Das fand ich so gemein und traurig, bis Heute. Danach bin ich zur Kommunion gegangen und auf keinem Bild lache ich und keiner hats verstanden. Es war vieleicht so das Kinder rausgehalten wurden aber es war nicht gut.
    Du macht das richtig so, und lass deinen Sohn mal mit Opa alleine reden das ist bestimmt gut für ihn.

    LG Esther
    Ich fühl mich wohl hier.

  10. #9
    Profi Chatter
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    Standard AW: Trauer, Traurigkeit und Verlustangst

    Hallo Tanja,

    ich wünsche Dir und Deiner Familie weiterhin viel Kraft und Stärke auf diesem schweren Weg. Natürlich ist es blöd, wenn man dauernd weinen muss, aber andererseits kommt dann auch einiges heraus und manchmal fühlt man sich ja auch etwas leichter, wenn man mal geweint hat.
    Wie geht es Deinen Kindern und Deinem Mann mittlerweile? Verbringt ihr viel Zeit mit dem Opa?

    Ich sehe es so wie Esther, besser man bezieht die Kinder mit ein.

    Als mein geliebter Opa im sterben lag, war ich fast 13 und man versuchte auch, mich von seinem Sterbebett abzuhalten, ich durfte in seinen letzten Lebenstagen nur selten zu ihm.
    Aber ich denke rückblickend, das ich es geschafft hätte, damit umzugehen und das Kinder stärker sind, als man manchmal glaubt.

    Das Du ein Jahr lang nicht zu Deinem Opa durftest, Esther, find ich auch sehr traurig und ich denke auch, das man sowas nicht vergisst.

    Oma und Opa sind einfach meistens etwas Besonderes für die Enkel, mögen wir Eltern auch manchmal unsere Auseinandersetzungen mit der älteren Generation haben... egal. Aber wir können doch meistens sehr voneinander profitieren, wenn wir es zulassen.

    Liebe Grüsse,
    Tina

  11. #10
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    Standard AW: Trauer, Traurigkeit und Verlustangst

    Hey,

    ich muss sagen als meine Oma damals an Krebs erkrankt, hatte sie keine Lust mehr zu kämpfen. Aber wir als Familie haben sie da unterstütz und ihr beigestanden! Das hat ihr sehr geholfen.
    Aber wie schon angesprochen, sterben gehört zum Leben dazu!!

    Ich denke auch das es gut tun würde wenn sie beide mal miteinander reden würden!!
    Wie hat sich die Sache den generell weiter entwickelt?

    LG Ralf

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