





Hab ich dazu gerade im "Ärzteblatt" gefunden: Fachgesellschaft: Mandeloperationen bei Kindern sind schonender geworden
Mittwoch, 2. Mai 2007
Hamburg - Eine Mandeloperation bei Kindern ist heute wesentlich schonender als vor einigen Jahren. Darauf hat die
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) im Vorfeld ihres Jahreskongresses hingewiesen. Der Anästhesistenkongress findet vom 5. bis 8. Mai in Hamburg statt.
Als „postoperative nausea and vomiting“ (PONV) bezeichnen Anästhesisten das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen nach einer Narkose. Häufig betroffen sind Kinder. „Doch auch hier lässt sich PONV heute oft vermeiden“, sagte der stellvertretende Direktor der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie an der Universität Marburg, Leopold Eberhard. Der Grund: Statt mit Narkosegasen arbeiten die Anästhesisten bei den Kindern immer öfter mit einer intravenös zu verabreichenden Narkose. Außerdem gebe es wirksame Medikamente gegen die Übelkeit, die bereits in dieser Altersstufe eingesetzt werden dürften.
Die Anästhesisten geben darüber hinaus den kleinen Patienten laut Eberhard ein Kortisonpräparat. Dieses habe einen hervorragenden Effekt auf die Übelkeit und mildere gleichzeitig die Schwellung im Hals nach der Operation. „Dadurch brauchen die Patienten weniger starke Schmerzmittel, die als Nebenwirkung wiederum Übelkeit auslösen können“, sagte Eberhart.
Doch auch die Art des chirurgischen Eingriffs könne in manchen Fällen Schmerzen schon im Vorfeld reduzieren. Statt die Mandeln komplett zu entfernen (Tonsillektomie) reiche es bei vielen Kindern aus, sie nur zu verkleinern (Tonsillotomie). Bei dieser Operation, die früher mit einem Skalpell und jetzt zunehmend mit einem Kohlendioxyd-Laser erfolge, seien die Blutungen geringer als bei früher üblichen radikalen Entfernungen und anschließender Blutstillung mit einem Elektrokauter. © hil/aerzteblatt.de
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Ute