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In dieser Diskussion geht es um "Lethargie und Appetitlosigkeit" im "Das kranke Kind" Forum, als Teil von Elternfragen.net
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  1. #1
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    Standard Lethargie und Appetitlosigkeit


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    Hallo ihr,

    mein Sohn (17) macht mir seit einiger Zeit Sorgen, aber da er sich mir gegenüber überhaupt nicht öffnet, komme ich nicht dahinter, was mit ihm los ist. Er scheint seit einigen Monaten lethargisch und lustlos, zieht sich fast vollständig von uns allen zurück und verbringt die meiste Zeit in seinem Zimmer. Ich weiss, dass das bei Teenagern öfter vorkommt, aber es gibt mir dennoch zu denken, da er eigentlich schon immer sehr extrovertiert war. Noch vor einem halben Jahr hatten wir Probleme, weil er frech und aufmüpfig war und sich nie an Absprachen gehalten hat. Nun wünsche ich mir diese Zeiten fast schon zurück, denn damals war er wenigstens fröhlich und hat viel Zeit mit Gleichaltrigen verbracht, hatte eine Freundin nach der anderen, hat verbotenerweise geraucht und getrunken, ist zu spät nach Hause gekommen, eben ein normaler Teenager, mehr oder weniger. Jetzt geht er kaum noch aus, verschwindet nach der Schule sofort in seinem Zimmer und es scheint ihm eine Qual Zeit mit uns zu verbringen. Beim gemeinsamen Essen spricht nicht wenn er nicht gefragt wird und stochert nur auf seinem Teller herum. Zuerst habe ich vermutet, die Ursachen für sein Verhalten lägen in der familiären Situation (Scheidung, Umzug, Patchwork Familie...), aber die Appetitlosigkeit, und die Tatsache, dass er unglaublich viel schläft, machen mir große Sorgen. Er schläft eigenlich fast immer wenn ich in sein Zimmer komme, auch tagsüber, verschläft regelmäßig morgens trotz Wecker, obwohl er früh ins Bett geht. Anfangs habe ich ihm ja noch Faulheit vorgeworfen, aber inzwischen habe ich gemerkt, dass er nichts dafür kann. Seine Lehrerin hat seine Verhaltensänderung auch bemerkt mich schon zum Gespräch gebeten. Daraufhin hat sie ein Gespräch mit dem Schulpsychologen vorgeschlagen, aber das wollte mein Sohn nicht. Er beteuert immer wieder, es sei alles okay und er wolle einfach nur in Ruhe gelassen werden. Ich fühle mich völlig machtlos. Wenn es nach mir ginge, würde wir uns sofort professionelle Hilfe holen, aber ich kann ihn ja nicht zwingen. Deshalb meine Frage: Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit pubertierenden Kindern gemacht? Ich frage mich, ob ich zu sehr dramatisiere ich oder ob hinter seinem Verhalten möglicherweise eine ernsthafte Krankheit steckt, etwa Depressionen oder ähnliches? Aber bei einem 17-jährigen? Die Veränderung, die er durchgemacht hat, ist wirklich erschreckend, denn er war schon als Kind energiegeladen (fast schon zu) und aufgeschlossen, hat nie depressive Züge gezeigt, und das eigentlich bis vor einigen Monaten. Den Zeitpunkt kann ich nicht genau benennen, da er sich graduell verändert hat, aber so richtig extrem zurückgezogen ist er seit ca. 3 Monaten. Was meint ihr? Ich wirklich sehr dankbar für alle Tipps und Gedanken! Alex

  2. #2
    Arzt (Kinderheilkunde) Avatar von StarBuG
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Lethargie und Appetitlosigkeit

    Hallo Alex

    es gibt 2 Dinge, die mir bei deiner Beschreibung einfallen.

    Es könnte wirklich eine Depression sein, an der dein Sohn leidet, die dann unbedingt therapiert werden sollte. Depressionen sind eine ernstzunehmende Erkrankung und können durchaus auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten.

    Eine zweite Möglichkeit wäre, wenn dein Sohn Cannabis konsumieren würde.
    Cannabis (Haschisch, THC) kann auch sehr lethargisch, teilnahmslos und antriebslos machen und den Schlafkonsum drastisch erhöhen. Dies trifft vor allem bei Dauerkonsum auf.

    Allerdings ist es wirklich schwierig an Kinder in dem Alter heranzukommen.
    Und noch schwieriger wird es sein, ihn von einem Besuch beim Psychiater zu überzeugen, denn die sind der richtige Ansprechpartner bei Depression.
    Ich würde mich mal mit deinem Hausarzt unterhalten, was es für dich für Möglichkeiten gibt und was er darüber denkt.
    Vielleicht kann er dir ja Optionen aufzeigen, an die du noch gar nicht gedacht hast

    Gruß

    Michael

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