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Alt 28.03.2007, 13:07
mämchen
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Daumen hoch AW: jippieh!!!!!!! - Dieser Beitrag ist 530 Tage alt

Liebe Heidrun,

die Entscheidung über die Genehmigung einer Pumpe trägt eure Krankenkasse oder der von eurer Kasse beauftragte Medizinische Dienst. Der Arzt ist derjenige, der die Pumpe für seinen Patienten beantragt und den Antrag auch begründet. Es müssen medizinische Gründe sein, bei allgemeinen Dingen wie "Verbesserte Lebensqualität" bekommen (zumindest Erwachsene) in der Regel eine Ablehnung. Wichtig ist also, dass der Arzt der Meinung ist, die Pumpe sei richtig, und das auch gut begründet...

Dann wird es schwierig. Ich habe meine Pumpe genehmigt bekommen, weil ich trotz guter Schulung und guter ict-Kenntnisse einfach keinen guten HBa1c-Wert (selten unter 8,0) hinbekommen habe und mein Arzt begründet hat, dass meine Einstellung mit der Pumpe besser werden würde. Das hat dann tatsächlich geklappt - Pumpengenehmigung und gute Werte.

In anderen Fällen wird gesagt, sehen sie erstmal zu, dass ihre Werte besser werden, dann können wir eine Pumpe genehmigen! Ich finde, das beißt sich in den Schwanz, denn wenn die Werte unter ict prima sind, ist eine Pumpe medizinisch eben nicht notwendig. Schließlich kostet die Pumpentherapie etwa doppelt so viel wie Behandlung unter ict (Pumpe 3000 - 4000 EUR, Behandlung tägl. ca. 12,- EUR).

Unabdingbar für eine Genehmigung ist die sichere Beherrschung der ict. Das wird die Ärztin wahrscheinlich mit "pumpengeeignet" meinen.

Zu dem Procedere in der Klinik: sechs Mahlzeiten pro Tag sind wichtig und richtig bei Leuten, die ein starres Spritz-Ess-Schema haben, unter ict/Pumpe muss das nicht sein. Ihr wart erst einen Tag dort, vielleicht hat sich das ja jetzt ein bißchen relativiert.

Genauso mit den Bz-Werten: wenn neue Diabetiker mit Werten jenseits 300 oder so ankommen, kriegen die bei 120 Unteruckerungssymptome. Wenn sie bei Rieke, die ja gut eingestellt ist, weiter darauf bestehen, ab 120 schon Notrationen zu füttern, wird sie nie mehr einen vernünftigen HBa1c hinbekommen.

Ich hoffe mal, dass man am ersten Tag einfach gedankenlos nach 'Schema F' verfahren ist und nun mit der richtigen Therapie begonnen wurde. Ich wünsche euch das jedenfalls...



Ganz liebe Grüße - und Kopf hoch -

Ute


PS.: Denk mal an Rieke und ihr Referat - sicher kann sie der Ärztin zeigen, dass sie bereits ein fundiertes Wissen hat und auch sachlich argumentieren. Das hilft bestimmt.

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