Ihr Lieben, erneut vielen Dank für eure Anteilnahme. Sie wurde nun doch nicht sofort operiert, sondern erstmal auf die Infektionsabteilung verlegt, am Montag erst kommt sie unters Messer. Dann wird alles ausgeschabt, was infiziert ist, und das scheint eine Menge zu sein. Das Bein soll dann mind. 10 Tage offen bleiben, daher auch die Infektionsabteilung, wo wir sie nur hinter dem Fenster besuchen dürfen. Dann folgt erstmal eine mind. 2 Monate lange Phase im Rollstuhl ohne Beinbelastung, wenn dann sicher ist, dass das Bein infektfrei ist, wird erst entschieden, ob künstliches Gelenk oder was auch immer. Sollte sich die Infektion des Oberschenkel-Knochens aber als zu heftig erweisen, dann kann auch eine sofortige Amputation die Folge sein, um weitere Schädigungen zu vermeiden.
Der Gutachter, den unser Anwalt eingeschaltet hat, meinte, sie hätte von Anfang an nie operiert werden dürfen, das wäre nicht nötig gewesen, die ursprüngliche Verletzung hätte man auch mit einem Gips korrigieren können. Bloß: uns hat man nie vor die Wahl gestellt, die
OP wurde als einzige Möglichkeit hingestellt. Für uns alles unfassbar. Und für unsere Tochter mit unabsehbaren Konsequenzen.
Bitte denkt weiter an uns, wir können es brauchen!
Vielen Dank, ich halte euch auf dem Laufenden.
Nachtmarie