AW: Wut, Trotz, Quengeln, Zorn, Krokodilstränen... - Dieser Beitrag ist 200 Tage alt Hallo Ihr Lieben,
ich persönlich erlebe auch gerade so ein Wechselbad der Gefühle, Wut und Trotz sind bei uns seit kurz vorm 2. Geburtstag an der Tagesordnung. Da ich Zwillinge habe, ist es ganz interessant zu beobachten (wenn man ruhig genug ist drüber nachzudenken) wie unterschiedlich das abläuft: trotzt und wütet der eine, ist der andere besonders lieb und brav in der Situation und umgekehrt. Ich erlebe also tagtäglich Höhen und Tiefen, extreme Schmuserei mit Küsschen geben und dann wieder das totale Extrem, das manchmal sogar so weit geht, dass sich Henrik oder Björn dabei selbst weh tun indem sie vor Wut sogar mit ihrem Köpfchen auf die Fliesen oder einen Schrank hauen oder mir die Brille von der Nase reissen, sich dort, wo sie laufen sollen, bockig auf den Boden setzen oder legen (besonders unpraktisch, wenn man alleine mit den Zweien unterwegs ist... *seufz*).
Die letzte Zeit hab ich nicht gewusst, was ich machen soll, wo meine Fehler liegen, wie man umgehen soll mit dieser Trotz-Zeit. Oft hab ich mich verloren, unsicher und wütend gefühlt und tue es immer noch, weil die Phase noch anhält, bemerke aber mittlerweile, das es schon etwas besser geworden ist.
Da tut es einem als Mama gut, wenn man auf andere trifft, die ebenfalls in der gleichen Lage mit ihren 2-3 jährigen sind und stellt plötzlich fest, das es anscheinend für diese Phase keine wirkliches "Allheilmittel" gibt, was man zwar schon vorher wusste, aber einem dann auch wieder bewusst wird: Jedes Kind ist anders, jede Mama und jeder Papa natürlich auch! ;-)
Noch ein Wort zu der Diskussion weiter oben: als ich dein posting zum ersten Mal las, Claudia, erging es mir so ähnlich wie Lotta und Esther, es kam ein bisschen "Übermutter"mässig auch bei mir an, das will ich nicht verschweigen. Heute habe ich dein posting nochmal gelesen und sah es in einem anderen Licht, weil ich auch Dein zweites posting dazu hatte und heute wohl auch besser drauf bin als ich es neulich war...*grins*. Scheinbar muss halt jeder seinen eigenen Weg finden, mit solchen Phasen zurechtzukommen. Jeder macht mal Fehler oder aber es gelingt einem was und man hat einen besonders guten Tag, es läuft, das Kind lächelt einem an, ist lieb und benimmt sich so, wie man es sich wünscht.
Ich glaube wohl, es gehört dazu, damit einer vom anderen lernen kann: das Kind von uns und wir vom Kind und manchmal auch von anderen Mama's und Papa's... (Sammlerin, wenn Du das hier liest, denk ich übrigens gerade dankbar an Dich und Deine Worte...).
Ich wünsch Euch was,
liebe Grüsse,
Tina |