Noch bin ich junge neunzehn und im Leben stehen mir gerade alle Türen offen. Bald ist es jedoch Zeit, dass ich den entscheidenten Weg einschlage. Aber welchen? Familie oder Karriere?
Klar arbeiten und dann Familie würden jetzt die meisten sagen.. doch ich habe die glückliche Gabe aus einem Talent eine große Karriere zu machen. Das bedeutet studieren lange arbeiten und eigene Interessen vorerst zurückstecken.
Obwohl der Plan meines Lebens eigentlich ganz anders aussieht, denn ich liebe Kinder über alles und ich möchte eigentlich nicht zu alt sein, wenn es dann soweit ist.
Doch leider spielt wie so oft das finanzielle eine tragendere Rolle...
Gibt es von euch Eltern, die beide berufstätig sind und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Gab es bei euch Momente in denen ihr am liebsten umkehren wolltet?
Liebe Grüße
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Ergebnis 1 bis 6 von 15
- 11.01.2007 23:51 #1BabsiGast
der Spagat zwischen Familie und Karriere
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- 13.01.2007 20:31 #2mämchenGast
AW: der Spagat zwischen Familie und Karriere Hallo, Babsi,
viermal hab ich deinen Beitrag gelesen und über meine Antwort nachgedacht. Mein Sohn ist gerade 20, seine Freundin süße 19 wie du, Abi 2006, seit Oktober macht sie ein BA-Studium. Ich selbst habe nach meiner kaufm. Ausbildung einige Jahre in der Personalabteilung eines Großbetriebes gearbeitet, bevor ich mit 26 zum ersten Mal ernsthaft über eigene Kinder nachgedacht habe.
Ich denke wirklich, an erster Stelle sollte für dich Studium oder Ausbildung stehen, und wenn dir die große Karriere gelingt, wirst du auch einen Weg finden, die Sache mit dem/den Kindern zu organisieren.
Meine letzte Vorgesetzte in der Buchhaltung dieser Firma (ich hatte dann ein Kind und einen Halbtagsjob) hat relativ "spät" ihr erstes/einziges Kind bekommen, nach Ende des MuSchu eine Kinderfrau eingestellt u. die Arbeit wieder aufgenommen. Später dann brachte der Ehemann die Tochter erst noch zur Schule und ging dann arbeiten, nach der Schule war sie in der Betreuung. Inzwischen ist die Frau im Mittleren Führungskreis, die Tochter macht gerade Abi, der Ehemann ist an einem Herzinfarkt verstorben....
Was ich eigentlich sagen wollte: sich jetzt schon für ein Kind zu entscheiden, bei deinen Aussichten auf Studium/Ausbildung zu verzichten, könnte dir später einmal sehr leid tun, unbewußt könntest du das/die Kind/er verantwortlich machen für entgangene Erfüllung im Beruf.
Und wer weiß, ob mit dem Partner alles klappt - vielleicht stehst du irgendwann alleine da, ohne Ausbildung, ohne Geld, aber mit Kindern und Problemen - nee, überleg dir das wirklich! Außerdem tun sich mit einer soliden Ausbildung auch nach einer evtl. Kinderzeit wieder viele Chancen auf.
Ein weiteres Argument für Studium/Ausbildung ist m. E. auch, dass du einem beruftstätigen Partner ein ebenbürtiger Gesprächspartner bist - wer das nie kennen gelernt hat, kann vieles nicht verstehen und nachvollziehen.
Ich habe meinen Mann in unserem Ausbildungsbetrieb kennen gelernt, er ist dort inzwischen schon 32 Jahre, ich war insgesamt 17 Jahre da. Auch wenn sich vieles geändert hat, kann ich doch noch mitreden, das tut uns beiden gut.
Und, liebe Babsi, du schreibst "studieren, lange arbeiten und eigene Interessen zurückstellen" - nun, das studieren und lange arbeiten ist doch dann dein "eigenes Interesse", oder?
Also, für mich persönlich bin ich froh für meine Berufsausbildung, kann daraus auch meinen Kindern was weitergeben und würde das auch nicht anders haben wollen.
Übrigens, die neue Gestaltung dieses Forums finde ich toll, wenn das das Talent ist, von dem du sprichst - laß es nicht verkümmrn, wäre sehr schade!
Ganz liebe Grüße
Ute
- 14.01.2007 01:28 #3BabsiGast
AW: der Spagat zwischen Familie und Karriere Hallo Ute,
Das mit den Kindern steht auch vorerst nicht zur Debatte. Darüber möchte ich auch frühestens in 8 Jahren nachdenken müssen. Ich habe nur momentan die Wahl zwischen zwei Studiengängen. Das Problem ist, dass der Studiengang den ich vermutlich wählen werde extrem Karriere bezogen ist und ich die Möglichkeit habe wirklich sehr, sehr gut zu verdienen. Diese Argumente sprechen natürlich nicht für einen allzu frühen Ausstieg im späteren Berufsleben. Würde ich jetzt einen "weniger" Karriere bezogenen Weg wählen, also einen "einfacheren" Studiengang, so müsste ich mir die Frage noch nicht stellen.
Das sind alles Dinge, die zwar jetzt noch nicht relevant sind aber es mal sein könnten. Ich möchte einfach den richtigen Weg einschlagen damit ich später nichts bereuen muss.
Vielen Dank, für deine lange Antwort
Liebe Grüsse
Babsi
- 14.01.2007 13:38 #4mämchenGast
AW: der Spagat zwischen Familie und Karriere Hi, Babsi,
da hab ich dich wohl ein wenig falsch verstanden. Jetzt würde ich spontan antworten: "geh, wohin dein Herz dich trägt..."!
Der Verstand sagt: mach dir eine Liste, oben die beiden Auswahlmöglichkeiten, dann je eine plus- und minus-Spalte. Schreibe ehrlich das für und wider in die Spalten, lass die Liste auch ein paar Tage liegen, vielleicht gewinnst du so mehr Klarheit. Ob es wirklich richtig war, erfährt man leider immer erst hinterher....
Schönen Sonntag,
Ute
- 22.01.2007 13:29 #5
AW: der Spagat zwischen Familie und Karriere Hallo Babsi,
ich würde mal sagen, es gibt bei einer solchen "Entscheidung" (sofern es überhaupt eine ist) kein richtig oder falsch. Spiel die einzelnen Szenarien im Kopf mal durch, was du bestimmt in einer ruhigen Minute schon öfter mal gemacht hast.
Stell dir vor, du entscheidest dich zum Wege der Kariere. Dann kommt bestimmt irgendwann einmal der Gedanke "ooch mööönsch, hätt ich nur früher mit dem Kinderkriegen angefangen..." denn es muss ja auch nicht auf Anhieb klappen.
Oder anders herum. Du kriegst jetzt ein Kind, die Kariere muss warten. Dann musst du es schaffen den Anforderungen im Studium und später dann im beruf gerecht zu werden. Aber immer schön das Kind nicht aus dem Focus dabei verlieren. Irgendwann wirst du so abgestresst sein, dass du denkst "...ach hätt ich doch mit dem Kinderkriegen noch gewartet...".
Du siehst also, die Entscheidung ist so oder so immer die Richtige oder die Falsche. Es gibt für die Wege im leben keine Schablonen. Mach das was dein Herz dir sagt und verbiege dich nicht. Denn dann kannst du mit Stolz später mal sagen "...ich hab das Richtige getan..."
Gruß
Röhrchen
- 23.01.2007 12:47 #6Aktiver Teilnehmer




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AW: der Spagat zwischen Familie und Karriere
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Hallo Babsi
ich glaube auch es gibt kein falsch und kein richtig, aber nach meiner ganz persönlichen Erfahrung würde ich dir raten die Ausbildung zu wählen, die dich wirklich reizt.
Man kann leichter einen Gang zurückschalten, aber man kann eine nicht gemachte Ausbildung nur sehr schwer nachholen.
Ich hadere immer mal wieder mit meiner Entscheidung gegen ein Studium.
Für mich schien -erst berufl. Ausbildung - dann Arbeit und daneben Fort- und Weiterbildung damals der richtige Weg - heute ärger ich mich oft, dass ich nicht genug Ehrgeiz für ein Studium hatte. Und im Moment fehlen mir die Mittel und Möglichkeiten es zu ändern.
lg SandraVG Sandra
Präventiv eine Handvoll Buchstaben zum selbersortieren hinterherwerf.
Zwerg *11/01 und
Zickchen*10/04 Ösophagustatresie, Reflux, rezidivirende Bronchitiden ...
http://www.q39-1.info dazu - aber noch in der akuten Bearbeitungsphase
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