AW: Aller guten Dinge sind drei - Dieser Beitrag ist 475 Tage alt Hallo zusammen, als ich noch jung war, fand ich es vollkommen klar, dass ich drei Kinder bekommen werde. Das erste Mal schwanger war ich mit 20. Am Ende des 4. Monats war Ende. Danach passierte viele Jahre gar nichts mehr. Mit 28 war ich wieder schwanger. Fehlgeburt im 3. Monat. Mit 30 begab ich mich in die Kinderwunschsprechstunde eines KHs. Ein halbes Jahr später wurde beschlossen, dass man eine diagnostische Laparoskopie durchführen werde, der ich auch zustimmte. Ergebnis: schwere Endometriose, ein Eileiter völlig dicht und vernarbt, der andere "nur sehr bedingt" durchlässig, und mein Uterus sah angeblich so aus, als hätte man ihn schon mal in kochendes Wasser geschmissen. Man sagte mir, dass ich ohne ärztliche Nachhilfe niemals schwanger werden könne. Daraufhin folgten lange Gespräche mit meinem Mann. Wir beide entschieden schließlich, der Natur freien Lauf lassen zu wollen und nicht medizinisch nachhelfen zu lassen, weder mittels künstlicher Befruchtung noch per Hormontherapie. 1,5 Jahre später wurde ich nach einem Tunesien-Urlaub schwanger. Es endete genauso wie das Mal davor: im 3. Monat. Drei Jahre später noch einmal: Dieses Mal war es eine Eileiterschwangerschaft, die mittels Laparoskopie beendet wurde. Ich war langsam am Aufgeben. Das letzte Mal schwanger wurde ich 1997, da war ich bereits 41: Alles lief zunächst bestens, mein Gynäkologe war begeistert, mein Mann und ich waren es auch. Ende des 4. Monats war dann leider schon wieder Endstation: Der Kleine (ein Bub namens "Jonas") hatte sich durch seine wilden Turnereien in der sehr großen Fruchtblase und mit einer überdimensional langen Nabelschnur versehen einen Knoten in dieselbe gebastelt, und zwar direkt vor dem Bauch. Damit hatte er sich irgendwann selbst den Hahn abgedreht. Danach hatte ich die Schnauze gründlich voll. Mein Gyn schüttelte nur den Kopf und meinte, sowas sei ihm in den 25 Jahren seiner Praxistätigkeit noch nie untergekommen, wahrscheinlich gebe es noch nicht einmal irgendwelche Statistiken darüber. Super Trost! Ich weiß nicht, ob es jemand hier versteht: Als mit Mitte 40 die Wechseljahre eintraten, war ich richtig froh. Was will ich grundsätzlich mit meinem Posting? Nun: Es lässt sich nichts erzwingen. Wer Kinder haben möchte, sollte nicht großartig planen, sondern vor allem die Natur walten lassen. Dass ein Studium keineswegs gegen Kinder spricht, zeigte einst meine Schwester Nr. 4. Ihr erstes Kind bekam sie kurz vor dem 1. Examen, ihr 2. Kind mitten im 2. Examen. Heute ist sie Mitte 40, Studienrätin in Bayern und hat 4 Kinder, von denen bereits 2 aus dem Haus sind. Liebe Grüße Angie |