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Religion in der Familie

Dies ist eine Diskussion über "Religion in der Familie" im "Erziehung" Forum, als Teil von Elternfragen.net - Forum für Eltern mit medizinischen Fragen rund um Kinder
Heute ist Ostersamstag. Der "Dummfrager" unseres Radiosenders spricht Leute auf Ostern an, Ostern, die Geburt Christi. Viele wissen sofort bescheid, jeder sagt etwas ...

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  #1 (Permalink)  
Alt 07.04.2007, 19:31
Benutzerbild von mämchen
mämchen
 
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Standard Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 406 Tage alt

Heute ist Ostersamstag. Der "Dummfrager" unseres Radiosenders spricht Leute auf Ostern an, Ostern, die Geburt Christi. Viele wissen sofort bescheid, jeder sagt etwas dazu. Alles religiös informierte Leute, einer weiß mehr als der/die andere.

Uuuups - Ostern?!? Ich hab mal was anderes gelernt. Auch wir sind nicht die regelmäßigsten Kirchgänger, aber die Kirchenfeste und ihre Bedeutung sind uns geläufig. Glaube spielt sich für uns nicht nur im Gebäude Kirche ab, auch die Schönheiten der Natur lassen mich an eine "höhere Macht" glauben. Respekt vor anderen Lebewesen ist auch eine Art "Gottesdienst".

Ich bin "locker evangelisch" erzogen, mein Mann von einer streng kath. Mutter, die ihn fast in die Kirche geprügelt hat und stets den Inhalt der Predigt abgefragt hat - auch, als wir schon verlobt waren. Mein Mann hat eine Aversion gegen die Institution Kirche entwickelt und ist nur noch an Weihnachten in einen Gottesdienst zu kriegen.

Gestern, am Karfreitag, wurde im Nachbarort zum 25. Mal die Verurteilung und Kreuzigung Jesu nachgespielt - eine beeindruckende, vonTausenden verfolgte Veranstaltung, die die Bibel lebendig werden läßt. Früher haben wir es mit den Kindern angesehen.

Morgen werden meine Tochter und ich in den Osternacht-Gottesdienst gehen, Beginn 5.30 Uhr, wir erleben den Übergang von der Dunkelheit ins Licht. Ich freue mich darauf.

Tisch- und Nachtgebete sprachen wir zu Kindergartenzeiten, heute ist das kein Thema mehr.

Wie lebt ihr "Religion in der Familie"?

Liebe Grüsse

Ute
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  #2 (Permalink)  
Alt 07.04.2007, 21:17
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Monsti
 
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 406 Tage alt

Hallo Ute,

auch ich wuchs in einer "sehr katholischen" Familie auf. Wir beteten vor jedem Essen, ich war jeden Sonntag in der Kirche, zeitweilig auch begeisterte Messdienerin, war lange in der "Frohschar" und studierte schließlich auch noch katholische Theologie, und zwar bis zum geschafften Examen.

Ich bin sehr gläubig, aber nicht mehr an irgendwelchen konfessionellen Institutionen interessiert. Ich habe inzwischen auch einen eher pantheistischen Glauben entwickelt, d.h. für mich ist alles um mich herum göttlich, einschließlich meiner unbedeutenden Wenigkeit. Am christlichen Glauben schätze ich vor allem den banalen Satz: "Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst." Dieser ist für mich der rote Faden meines Lebens. Diese schlichte Aussage Jesu überfordert niemanden, denn wer sich selbst nicht liebt, kann andere auch nicht lieben. Es wird mit diesem einfachen Satz Rücksicht auf die Befindlichkeit des Individuums genommen.

Nichtsdestotrotz schätze ich die kirchlichen Traditionen (gerade bei uns im Dorf), obwohl ich an ihnen nur sehr selten teilnehme. Ab und zu gehe ich in die Kirche, aber nur außerhalb von Messen. Dort bin ich alleine, sammle mich und bete auch.

Hätte ich Kinder, würde ich meine Gläubigkeit sicherlich offensiver und ziemlich sicher auch wieder mehr in der katholischen Tradition leben. Aber niemals würde ich meine Kinder zu einem Kirchgang zwingen.

Liebe Grüße und frohe Ostern!
Angie
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  #3 (Permalink)  
Alt 07.04.2007, 21:18
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Monsti
 
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 406 Tage alt

Nachtrag: Heute ist nicht Ostersamstag, sondern Karsamstag.

LG Angie
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  #4 (Permalink)  
Alt 07.04.2007, 22:16
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Teetante
 
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 406 Tage alt

Nach 2,5 Jahren in einem katholischen Internat als einzige Evangelische glaube ich an gar nichts mehr, was mit der Institution Kirche zu tun hat. Ich bin ausgetreten, bevor ich mein erstes Ausbildungsgehalt bekommen habe, wir haben "nur" standesamtlich geheiratet und gehen auch nicht pseudomäßig an Weihnachten in die Kirche!

Ich bzw. wie können sehr gut damit leben, Kirchen sehen mich nur von innen, weil ich sie mir anschauen möchte oder mich der jeweilige Baustil interessiert.

Liebe Grüße, Andrea
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  #5 (Permalink)  
Alt 08.04.2007, 08:27
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mämchen
 
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 406 Tage alt

Zitat: von Monsti
Nachtrag: Heute ist nicht Ostersamstag, sondern Karsamstag.

LG Angie
Wo du Recht hast, hast du Recht.

In unserem Kalender steht ja gar keine Bezeichnung drin, die Aufzählung dieses besonderen Wochenendes im Sprachgebrauch hier in unserer Gegend ist: Gründonnerstag, Karfreitag, Ostersamstag, Ostersonntag, Ostermontag.

Ich habs einfach so übernommen, ohne darüber nachzudenken. Jedenfalls hat Ostern heute für mich mit aufstehen um zehn vor fünf begonnen, ich bin mit meiner Tochter zur Kirche hinauf gelaufen, und der Gottesdienst begann unter einem uralten Lindenbaum rund um ein kleines Feuer. Alles war noch dunkel, man sah die Sterne am Himmel und ein paar Straßenlaternen in der Stadt. Später trugen wir das Licht in die Kirche, alles in allem ein sehr schöner Gottesdienst.

Es war eine Andacht in mir, in der viele von euch und aus PF mit dabei waren. Ich möchte allen den Frieden und die Ruhe schicken, die mir heute zuteil geworden sind.

Noch was: die Teilnehmer heute morgen waren zu 90 % Leute meiner Altesgruppe, so zw. Anfang 40 und Anfang 50. Einige hatten ihre großen Kinder mitgebracht, es waren auch zwei alte Ehepaare dabei. Aber ich war überrascht, denn das ist die Altersgruppe, die in kaum einem "Standard-Gottesdienst" zu finden ist.

Frohe Ostern

Ute

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  #6 (Permalink)  
Alt 09.04.2007, 09:52
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 405 Tage alt

Religion in der Familie,...dass ist bei uns kein wirkliches Thema.
Ich bin weder katholisch noch evangelisch erzogen.

Meinen Kindern überliess ich selbst die Entscheidung.
Da wir in unserem Dorf direkt gegenüber der Kirche wohnen weiss man wer da so ein und aus geht.Wer glauben will soll es auch tun.Mein Problem fängt immer zu Weihnachten an wenn ich beobachte das auch der ungläubigste hier in die Kirche geht.

Das ist für mich eine Art der Heuchelei die ich nicht bzw. nur schwer akzeptieren kann.

Meine Kinder wählten ihren Weg ebenfalls ohne den Glauben.
Ob gut uder falsch,wer mag das beurteilen...

Ich habe einen Platz an dem ich meine ganz persönliche Andacht halte,in mich gehe oder einfach nur die Natur auf mich wirken lasse.
Wenn es mir mal nicht so gut geht oder ich einfach mal nur allein sein will suche ich genau diesen Platz an einem versteckt gelegenen Kiesssee auf .Dort kann ich Stunden sitzen,aber heimwärts geht es dann immer irgendwie "getröstet".


Liebe Grüsse... Caro
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  #7 (Permalink)  
Alt 09.04.2007, 19:35
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 404 Tage alt

Ich bin als Kind römisch-katholisch erzogen worden. Meine Eltern waren da aber eher scheinheilig. Denn nur wir Kinder mußten jeden Samstag zur Beichte und Sonntags in die Kirche. Nur an den Feiertagen kamen die Eltern (meistens doch nur Mutter) mit.
Um an etwas glauben zu können brauche ich nicht die passende Institution dazu. Bin vor einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten. Meine Kinder sind nicht getauft, mußten aber bis zum 14 Lebensjahr am Religionsunterricht in der Schule teilnehmen.
Sie können selbst entscheiden, ob sie einer Kirche beitreten möchten oder nicht.
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  #8 (Permalink)  
Alt 09.04.2007, 20:30
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Monsti
 
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 404 Tage alt

Hi Löwin,

siehste, und ich mache einen Unterschied zwischen Konfession und Glauben. Ich bin gläubig, aber meine Konfession interessiert mich kein Stück. Ich kenne genug Leute, die allsonntäglich in die Kirche rennen, aber ihren eigenen Aussagen gemäß an nichts glauben. Das ist für mich in der Tat Heuchelei.

Ein religiöser Glaube ist etwas sehr Privates und äußert sich im täglichen Leben, ganz sicher nicht in der Kirche. Das würde ich meinen Kindern auch vermitteln, sie hier im Tiroler Dorf aber nichtsdestotrotz in katholischer Tradition aufwachsen lassen. Sie ist hier ein sehr wichtiges Kulturgut, das noch mehr als anderswo gepflegt wird.

Ich persönlich habe absolut nichts gegen diese Pflege. Mit meinem Glauben hat diese aber nichts zu tun. Auch das würde ich meinen Kinder vermitteln, hätte ich welche.

Liebe Grüße
Angie
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  #9 (Permalink)  
Alt 13.11.2007, 13:46
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 187 Tage alt

Hallo an alle, habe mal im Forum etwas rum gelesen und habe mal dieses Thema hervor geholt.
Da wir ja in einigen Wochen Weihnachten haben möchte ich gerne von Euch wissen , wie es bei Euch aussieht , geht ihr mit Euren Kindern zum Weihnachtsgottesdienst,
Wie haltet ihr es generel mit dem Thema , ich selber gehe an besonderen Feiertagen zbs. an Weihnachten mit den Kindern zur Messe, auch sind alle meine Kinder getauft und wir haben kirchlich geheiratet.
Das nicht heißt , das ich sehr religiös bin , lese auch nicht jeden Tag in der Bibel oder so.
Aber es gehört bei uns einfach dazu und ich finde es auch im Ordnung.
Ich denke es ist auch wichtig die bedeutung von Weihnachten oder Ostern zu wissen und dieses an die Kinder weiter zu geben , denn viele Kinder meinen das Weihnachten nur ist , um Geschenke zu bekommen.
Bin schon gespannt , auf eure Antworten .
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  #10 (Permalink)  
Alt 13.11.2007, 19:50
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 186 Tage alt

Hallo Petra,

schön, dass Du gerade dieses Thema wieder hervorgeholt hast.
Mir ist es wichtig, den Kindern den Glauben zu vermitteln, weil ich persönlich finde, dass man in seinem Leben gerade in Tiefpunkten viel Kraft schöpfen kann im Glauben und bei tollen Feiern wie Hochzeit und Taufe finde ich den Gedanken schön, mit Gottes Segen zu feiern. Mein Mann ist katholisch, ich bin evangelisch - da haben wir schon einige Gespräche geführt um uns zu verständigen, wie Religion in unserer Familie gelebt werden wird und in welcher Kirche wir heiraten und später natürlich wie wir die Kinder taufen werden. Gerade dieser Gedankenaustausch mit meinem Mann über dieses Thema war für mich sehr bereichernd, denn jeder Mensch hat andere Gedanken zu diesem Thema und ich denke früher oder später wird sich jeder einmal damit auseinandersetzen, egal welcher Religion oder Konfession er oder sie angehört oder aber auch Leute die aus der Kirche ausgetreten sind.
Im praktischen Sinne leben wir die Religion im Moment mit unseren zweijährigen Jungs so, dass wir vorm Schlafengehen so gut wie immer dasselbe Nachtgebet mit ihnen sprechen, ob wir dieses Jahr mit den Jungs zum ersten Mal (letztes Jahr waren sie noch zu klein) in den Weihnachtsgottesdienst gehen, kann ich noch nicht genau sagen, ich denke das entscheiden wir kurz vorher, weil - ihr wisst es ja: man kann noch soviel planen, da brauch sich nur eine Erkältung und Fieber einschleichen und die Planung ist hinüber... das machen wir dann spontan, zumindest im Kleinkindalter.

Liebe Grüsse
und eine schöne Vorweihnachtszeit mit den Kindern,

Tina
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  #11 (Permalink)  
Alt 14.11.2007, 05:04
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Schaut öfter mal rein
 
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 186 Tage alt

Hallo ihr,

mein Mann ist evangelisch, ich katholisch und mein Sohn nichts. Ich finde das gut das man den Kindern erklärt was Weihnachten und Ostern zu bedeuten haben, mach ich auch aber dafür muss man keine Kirche besuchen. Wir sind absolut unreligiös. Ich würde wenn ich es könnte gerne rückgängig machen mit meiner Religion. Um den Kindern was über Feiertage zu erklären finde ich brauch man keiner Religion oder so hinterher laufen. Ich habe meinem Sohn auch erklärt, dass es Leute gibt die an Gott glauben, aber das ich der Meinung und festen Überzeugung bin das es ihn nicht gibt. Das hier ist ein Thema wo man stundenlang diskutieren kann. Naja, Gott hin oder her ich finde es aber auch gut wenn man es anders macht wie wir. Seid mir nicht böse, bin bei diesem Thema etwas reizbar weil ich eine andere Meinung vertrete die nicht viel haben.

Gruß Anna
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  #12 (Permalink)  
Alt 14.11.2007, 12:57
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Standard AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 186 Tage alt

Hallo Anna,

ich finde es gut, dass Du so ehrlich bist. Außerdem finde ich es gut, dass Du Deinem Sohn schon im Groben die Kirchenfeste erklärst und wie Du dazu stehst. Das ist doch okay wenn Du mit der Kirche eben nichts anfangen kannst, solange man sich gegenseitig toleriert und respektiert kann doch jeder gut damit leben.
Schlimm finde ich persönlich, wenn jemand so stur in seinem Denken was das angeht reagiert das er einen der anders denkt überhaupt nicht tolerieren kann, auch habe ich schon eine schlechte Erfahrung diesbezüglich mit einer Freundin gemacht, die oft in der Kirche ist und sich dort unheimlich engagiert, stundenlang mit mir über Gott und Jesus diskutieren konnten, aber als es mir vor Jahren mal sehr schlecht ging reagierte sie sehr abweisend, hart und unmenschlich - Christ sein ist da in meinen Augen doch etwas anderes und hat auch irgendwo was mit Nächstenliebe, Güte und Barmherzigkeit zu tun (das sind sehr alte Worte, aber neuere Wörter fielen mir wirklich nicht ein um besser zu beschreiben was ich damit meine).
Unser ehemaliger Nachbarssohn, der ist jetzt 10 Jahre alt, seine Familie gehört keiner Kirche an und er hatte keinerlei Ahnung was evangelisch, katholisch, eine Taufe, Ostern, Weihnachten usw. im kirchlichen Sinne zu bedeuten haben, er fragte uns Nachbarn darüber aus, das war ehrlich gesagt für meinen Mann und mich schon eine etwas unangenehme Lage, weil seine Mutter nicht dabei war und wir nicht wussten, wie sie sich das wünscht welchen Input er dazu kriegen soll, schließlich wollten wir ihn ja zu nichts bekehren oder ihm nicht sagen, was der Mutter nicht recht ist. Aus diesem Grund würde ich persönlich sagen, ist es wichtig, seine Kinder selbst "aufzuklären" und ihnen die Dinge zu sagen und zu erklären zum Thema Kirche wie man das möchte, wenn das dann irgendwann andere unfreiwillig übernehmen sollen finde ich nicht gut. Ich fühlte mich schon irgendwie blöd in der Situation mit dem Nachbarsjungen. Aus diesem Grund finde ich es sehr gut, dass Du mit Deinem Sohn schon darüber gesprochen hast, Anna.

Liebe Grüsse,
Tina
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  #13 (Permalink)  
Alt 14.11.2007, 21:28
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Hallo zusammen,

Petra, finde es gut, dass Du das Thema hochgeschubst hast...
Bei uns spielt Religion und Glaube in unserem Leben erst wieder so eine große Rolle, seit wir Eltern sind. Davor sind wir halt an bestimmten Feiertagen oder zu Feierlichkeiten in die Kirche gegangen, haben auch kirchlich geheiratet, aber im täglichen Leben war es nicht so ein großes Thema. Seit unsere Maus auf der Welt ist, haben wir uns aber wieder ganz anders damit auseinandergesetzt und wir waren uns einig, dass wir sie taufen lassen und auch mit den christlichen Ritualen und Bräuchen vertraut machen wollten. Z.B. beten wir mit ihr ein kindgerechtes Gebet vor den gemeinsamen Mahlzeiten und abends vor dem schlafen gehen. In unserer Gemeinde wird viel für die Kinder- und Jugendarbeit getan und wir waren mit ihr schon einige Male in Familiengottesdiensten, die extra auf die Kinder abgestimmt werden. In den Gottesdienst an Heilig Abend werden wir wohl eher noch nicht mit ihr gehen, weil dieser doch recht lange dauert und sie dafür noch zu klein ist. Es wird aber bestimmt um die Weihnachtsfeiertage herum wieder so eine Familienkirche sein und da gehen wir dann hin.
Tina, Deine Beschreibung vom Christ-Sein ist sehr treffend, das ist eigentlich auch das, was ich darunter verstehe, es definiert sich nicht über die Anzahl der Kirchenbesuche im Jahr. Von der Pfarrfamilie unserer Gemeinde wird das auch wirklich gelebt, unser Pfarrer und seine Frau sind sehr engagiert, sehr offen und modern, hier sind sehr viele junge Menschen aktiv in der Kirchengemeinde.
LG Lotta
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  #14 (Permalink)  
Alt 15.11.2007, 09:17
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Hallo
Erst mal an Anna , finde es auch in Ordnung so wie du darüber denkst , jeder sollte das so tun , wie er es für sich empfindet.
Finde es auch toll das du zu deinem Sohn ehrlich bist und deine Meinung vertrittst.
Mir ging es ja auch hauptsächlich darum , Kindern begreiflich machen warum Weihachten ist , das es nicht nur da ist Geschenke zubekommen.
Ob man dann die Meinung vertritt , das es so gewesen ist oder nicht , jedem seine Sache.
Bei uns ist es auch so das in den beiden Gemeinden , sehr viel für Kinder und Jugentliche gemacht wird , ich denke mal daran teilzunehmen , bedarf nicht irgend einen Glauben anzugehören.
Meine zwei großen waren nach ihrer Kommunion , zwei Jahre Messdiener und Sternsänger , an Heilige drei Könige, aber nicht weil ich das gern gesehen hätte , nein sie selbst wollten das tun.
Da Lisa ja in einen Ev. Kiga geht , wird auch dort viel mit der Pfarrerin gearbeitet und auch an bestimmten Tagen , mit den Kindern ein Gottesdienst gehalten.
Was aber alles kindgerecht gemacht wird , die Kinder werden mit einbezogen , sie dürfen reden usw.
Kirche ist schon etwas moderner geworden , nicht alles so steif wie früher.
Lotta , bei uns wird an Heilig Abend um 16 Uhr ein Kindergottesdienst gehalten , der eine halbe Stunde dauert. Mit einen Weihnachtsspiel und vielen Weihnachtsliedern.
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  #15 (Permalink)  
Alt 15.11.2007, 12:43
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Hallo,
Petra, das mit dem Kindergottesdienst an HeiligAbend wird bestimmt sehr schön. Bin mal gespannt, was es hier so geben wird. Bei uns ist der Gottesdienst auch gar nicht mehr so steif wie früher, sondern fröhlich und recht modern. Ich finde es gut, wie Du es beschrieben hast, wenn Kinder die kirchlichen Rituale kennen lernen und dann selbst entscheiden dürfen, ob sie sich in der Kirche engagieren wollen oder nicht. Meine Schulfreundin musste von Ihren Eltern aus bis sie volljährig war jeden Sonn- und Feiertag in die Kirche, egal was war, allerdings ging es sonst in deren Familie nicht gerade christlich zu.

Anna, es muss jeder selbst entscheiden, ob er damit was anfangen kann oder nicht. Wichtig finde ich, dass man die Einstellung des anderen toleriert. Ich verstehe nicht ganz, was Du damit meinst, dass Du das mit Deiner Religion gerne rückgängig machen würdest ? Bist Du aus der Kirche ausgetreten ? Wird Dein Sohn mal am Reliunterricht teilnehmen bzw. darf er teilnehmen, wenn er das möchte ? Sorry, jetzt habe ich Dich mit Fragen hier bombadiert, Du brauchst natürlich nicht zu antworten, wenn Du nicht weiter über das Thema sprechen willst.
Bei uns früher in der Grundschule war das eher noch die Ausnahme, dass ein Kind nicht getauft war, wir hatten einen Jungen in der Klasse, der hatte dann immer frei, wenn wir Reli hatten (wie die muslimischen Kinder auch), aber irgendwann wollte er dann von sich auch am Reliunterricht teilnehmen und seine Eltern waren damit auch einverstanden. In den letzten Jahren des Gymnasiums sind bei uns dann einige Schüler aus dem Religionsunterricht ausgetreten (nicht gleichbedeutend mit Austritt aus der Kirche), weil sie mit der Lehrerin nicht klar gekommen sind, die hatten dann stattdessen Ethik-Unterricht. Wie ist das heute an den Grundschulen, gibt es da auch schon Ethik, denn heute gibt es ja bestimmt weit mehr Kinder als früher, die nicht am Reliunterricht teilnehmen ? Weiß das jemand ?

LG Lotta
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