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In dieser Diskussion geht es um "Religion in der Familie" im "Erziehung" Forum, als Teil von Elternfragen.net
Ich bin als Kind römisch-katholisch erzogen worden. Meine Eltern waren da aber eher scheinheilig. Denn nur wir Kinder mußten jeden Samstag zur Beichte und Sonntags ...

  1. #7
    Noch neu hier
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    23.03.2007
    Geschlecht
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    Alter
    49 Jahre
    Beiträge
    21

    Standard AW: Religion in der Familie


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    Ich bin als Kind römisch-katholisch erzogen worden. Meine Eltern waren da aber eher scheinheilig. Denn nur wir Kinder mußten jeden Samstag zur Beichte und Sonntags in die Kirche. Nur an den Feiertagen kamen die Eltern (meistens doch nur Mutter) mit.
    Um an etwas glauben zu können brauche ich nicht die passende Institution dazu. Bin vor einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten. Meine Kinder sind nicht getauft, mußten aber bis zum 14 Lebensjahr am Religionsunterricht in der Schule teilnehmen.
    Sie können selbst entscheiden, ob sie einer Kirche beitreten möchten oder nicht.

  2. #8
    Monsti
    Gast

    Standard AW: Religion in der Familie

    Hi Löwin,

    siehste, und ich mache einen Unterschied zwischen Konfession und Glauben. Ich bin gläubig, aber meine Konfession interessiert mich kein Stück. Ich kenne genug Leute, die allsonntäglich in die Kirche rennen, aber ihren eigenen Aussagen gemäß an nichts glauben. Das ist für mich in der Tat Heuchelei.

    Ein religiöser Glaube ist etwas sehr Privates und äußert sich im täglichen Leben, ganz sicher nicht in der Kirche. Das würde ich meinen Kindern auch vermitteln, sie hier im Tiroler Dorf aber nichtsdestotrotz in katholischer Tradition aufwachsen lassen. Sie ist hier ein sehr wichtiges Kulturgut, das noch mehr als anderswo gepflegt wird.

    Ich persönlich habe absolut nichts gegen diese Pflege. Mit meinem Glauben hat diese aber nichts zu tun. Auch das würde ich meinen Kinder vermitteln, hätte ich welche.

    Liebe Grüße
    Angie

  3. #9
    Moderator Avatar von petra04
    Registriert seit
    05.07.2007
    Geschlecht
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    Beiträge
    655

    Standard AW: Religion in der Familie

    Hallo an alle, habe mal im Forum etwas rum gelesen und habe mal dieses Thema hervor geholt.
    Da wir ja in einigen Wochen Weihnachten haben möchte ich gerne von Euch wissen , wie es bei Euch aussieht , geht ihr mit Euren Kindern zum Weihnachtsgottesdienst,
    Wie haltet ihr es generel mit dem Thema , ich selber gehe an besonderen Feiertagen zbs. an Weihnachten mit den Kindern zur Messe, auch sind alle meine Kinder getauft und wir haben kirchlich geheiratet.
    Das nicht heißt , das ich sehr religiös bin , lese auch nicht jeden Tag in der Bibel oder so.
    Aber es gehört bei uns einfach dazu und ich finde es auch im Ordnung.
    Ich denke es ist auch wichtig die bedeutung von Weihnachten oder Ostern zu wissen und dieses an die Kinder weiter zu geben , denn viele Kinder meinen das Weihnachten nur ist , um Geschenke zu bekommen.
    Bin schon gespannt , auf eure Antworten .
    Liebe Grüße Petra
    ********************************************
    Bist du traurig , hast du Sorgen , soll ich dir mein
    Lächeln borgen ? Macht`s dich happy ,
    bringt`s dir Glück , gibs mir irgendwann
    zurück .

  4. #10
    Profi Chatter
    Registriert seit
    20.04.2007
    Geschlecht
    ?
    Beiträge
    1,017

    Standard AW: Religion in der Familie

    Hallo Petra,

    schön, dass Du gerade dieses Thema wieder hervorgeholt hast.
    Mir ist es wichtig, den Kindern den Glauben zu vermitteln, weil ich persönlich finde, dass man in seinem Leben gerade in Tiefpunkten viel Kraft schöpfen kann im Glauben und bei tollen Feiern wie Hochzeit und Taufe finde ich den Gedanken schön, mit Gottes Segen zu feiern. Mein Mann ist katholisch, ich bin evangelisch - da haben wir schon einige Gespräche geführt um uns zu verständigen, wie Religion in unserer Familie gelebt werden wird und in welcher Kirche wir heiraten und später natürlich wie wir die Kinder taufen werden. Gerade dieser Gedankenaustausch mit meinem Mann über dieses Thema war für mich sehr bereichernd, denn jeder Mensch hat andere Gedanken zu diesem Thema und ich denke früher oder später wird sich jeder einmal damit auseinandersetzen, egal welcher Religion oder Konfession er oder sie angehört oder aber auch Leute die aus der Kirche ausgetreten sind.
    Im praktischen Sinne leben wir die Religion im Moment mit unseren zweijährigen Jungs so, dass wir vorm Schlafengehen so gut wie immer dasselbe Nachtgebet mit ihnen sprechen, ob wir dieses Jahr mit den Jungs zum ersten Mal (letztes Jahr waren sie noch zu klein) in den Weihnachtsgottesdienst gehen, kann ich noch nicht genau sagen, ich denke das entscheiden wir kurz vorher, weil - ihr wisst es ja: man kann noch soviel planen, da brauch sich nur eine Erkältung und Fieber einschleichen und die Planung ist hinüber... das machen wir dann spontan, zumindest im Kleinkindalter.

    Liebe Grüsse
    und eine schöne Vorweihnachtszeit mit den Kindern,

    Tina

    Liebe Grüsse

    Tina





  5. #11
    Schaut öfter mal rein Avatar von Anna
    Registriert seit
    08.10.2007
    Geschlecht
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    Beiträge
    82

    Standard AW: Religion in der Familie

    Hallo ihr,

    mein Mann ist evangelisch, ich katholisch und mein Sohn nichts. Ich finde das gut das man den Kindern erklärt was Weihnachten und Ostern zu bedeuten haben, mach ich auch aber dafür muss man keine Kirche besuchen. Wir sind absolut unreligiös. Ich würde wenn ich es könnte gerne rückgängig machen mit meiner Religion. Um den Kindern was über Feiertage zu erklären finde ich brauch man keiner Religion oder so hinterher laufen. Ich habe meinem Sohn auch erklärt, dass es Leute gibt die an Gott glauben, aber das ich der Meinung und festen Überzeugung bin das es ihn nicht gibt. Das hier ist ein Thema wo man stundenlang diskutieren kann. Naja, Gott hin oder her ich finde es aber auch gut wenn man es anders macht wie wir. Seid mir nicht böse, bin bei diesem Thema etwas reizbar weil ich eine andere Meinung vertrete die nicht viel haben.

    Gruß Anna

  6. #12
    Profi Chatter
    Registriert seit
    20.04.2007
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    Beiträge
    1,017

    Standard AW: Religion in der Familie


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    Hallo Anna,

    ich finde es gut, dass Du so ehrlich bist. Außerdem finde ich es gut, dass Du Deinem Sohn schon im Groben die Kirchenfeste erklärst und wie Du dazu stehst. Das ist doch okay wenn Du mit der Kirche eben nichts anfangen kannst, solange man sich gegenseitig toleriert und respektiert kann doch jeder gut damit leben.
    Schlimm finde ich persönlich, wenn jemand so stur in seinem Denken was das angeht reagiert das er einen der anders denkt überhaupt nicht tolerieren kann, auch habe ich schon eine schlechte Erfahrung diesbezüglich mit einer Freundin gemacht, die oft in der Kirche ist und sich dort unheimlich engagiert, stundenlang mit mir über Gott und Jesus diskutieren konnten, aber als es mir vor Jahren mal sehr schlecht ging reagierte sie sehr abweisend, hart und unmenschlich - Christ sein ist da in meinen Augen doch etwas anderes und hat auch irgendwo was mit Nächstenliebe, Güte und Barmherzigkeit zu tun (das sind sehr alte Worte, aber neuere Wörter fielen mir wirklich nicht ein um besser zu beschreiben was ich damit meine).
    Unser ehemaliger Nachbarssohn, der ist jetzt 10 Jahre alt, seine Familie gehört keiner Kirche an und er hatte keinerlei Ahnung was evangelisch, katholisch, eine Taufe, Ostern, Weihnachten usw. im kirchlichen Sinne zu bedeuten haben, er fragte uns Nachbarn darüber aus, das war ehrlich gesagt für meinen Mann und mich schon eine etwas unangenehme Lage, weil seine Mutter nicht dabei war und wir nicht wussten, wie sie sich das wünscht welchen Input er dazu kriegen soll, schließlich wollten wir ihn ja zu nichts bekehren oder ihm nicht sagen, was der Mutter nicht recht ist. Aus diesem Grund würde ich persönlich sagen, ist es wichtig, seine Kinder selbst "aufzuklären" und ihnen die Dinge zu sagen und zu erklären zum Thema Kirche wie man das möchte, wenn das dann irgendwann andere unfreiwillig übernehmen sollen finde ich nicht gut. Ich fühlte mich schon irgendwie blöd in der Situation mit dem Nachbarsjungen. Aus diesem Grund finde ich es sehr gut, dass Du mit Deinem Sohn schon darüber gesprochen hast, Anna.

    Liebe Grüsse,
    Tina

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