AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 474 Tage alt Hallo Ute, auch ich wuchs in einer "sehr katholischen" Familie auf. Wir beteten vor jedem Essen, ich war jeden Sonntag in der Kirche, zeitweilig auch begeisterte Messdienerin, war lange in der "Frohschar" und studierte schließlich auch noch katholische Theologie, und zwar bis zum geschafften Examen. Ich bin sehr gläubig, aber nicht mehr an irgendwelchen konfessionellen Institutionen interessiert. Ich habe inzwischen auch einen eher pantheistischen Glauben entwickelt, d.h. für mich ist alles um mich herum göttlich, einschließlich meiner unbedeutenden Wenigkeit. Am christlichen Glauben schätze ich vor allem den banalen Satz: "Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst." Dieser ist für mich der rote Faden meines Lebens. Diese schlichte Aussage Jesu überfordert niemanden, denn wer sich selbst nicht liebt, kann andere auch nicht lieben. Es wird mit diesem einfachen Satz Rücksicht auf die Befindlichkeit des Individuums genommen. Nichtsdestotrotz schätze ich die kirchlichen Traditionen (gerade bei uns im Dorf), obwohl ich an ihnen nur sehr selten teilnehme. Ab und zu gehe ich in die Kirche, aber nur außerhalb von Messen. Dort bin ich alleine, sammle mich und bete auch. Hätte ich Kinder, würde ich meine Gläubigkeit sicherlich offensiver und ziemlich sicher auch wieder mehr in der katholischen Tradition leben. Aber niemals würde ich meine Kinder zu einem Kirchgang zwingen. Liebe Grüße und frohe Ostern! Angie |