AW: Religion in der Familie - Dieser Beitrag ist 236 Tage alt Hallo Anna,
ich finde es gut, dass Du so ehrlich bist. Außerdem finde ich es gut, dass Du Deinem Sohn schon im Groben die Kirchenfeste erklärst und wie Du dazu stehst. Das ist doch okay wenn Du mit der Kirche eben nichts anfangen kannst, solange man sich gegenseitig toleriert und respektiert kann doch jeder gut damit leben.
Schlimm finde ich persönlich, wenn jemand so stur in seinem Denken was das angeht reagiert das er einen der anders denkt überhaupt nicht tolerieren kann, auch habe ich schon eine schlechte Erfahrung diesbezüglich mit einer Freundin gemacht, die oft in der Kirche ist und sich dort unheimlich engagiert, stundenlang mit mir über Gott und Jesus diskutieren konnten, aber als es mir vor Jahren mal sehr schlecht ging reagierte sie sehr abweisend, hart und unmenschlich - Christ sein ist da in meinen Augen doch etwas anderes und hat auch irgendwo was mit Nächstenliebe, Güte und Barmherzigkeit zu tun (das sind sehr alte Worte, aber neuere Wörter fielen mir wirklich nicht ein um besser zu beschreiben was ich damit meine).
Unser ehemaliger Nachbarssohn, der ist jetzt 10 Jahre alt, seine Familie gehört keiner Kirche an und er hatte keinerlei Ahnung was evangelisch, katholisch, eine Taufe, Ostern, Weihnachten usw. im kirchlichen Sinne zu bedeuten haben, er fragte uns Nachbarn darüber aus, das war ehrlich gesagt für meinen Mann und mich schon eine etwas unangenehme Lage, weil seine Mutter nicht dabei war und wir nicht wussten, wie sie sich das wünscht welchen Input er dazu kriegen soll, schließlich wollten wir ihn ja zu nichts bekehren oder ihm nicht sagen, was der Mutter nicht recht ist. Aus diesem Grund würde ich persönlich sagen, ist es wichtig, seine Kinder selbst "aufzuklären" und ihnen die Dinge zu sagen und zu erklären zum Thema Kirche wie man das möchte, wenn das dann irgendwann andere unfreiwillig übernehmen sollen finde ich nicht gut. Ich fühlte mich schon irgendwie blöd in der Situation mit dem Nachbarsjungen. Aus diesem Grund finde ich es sehr gut, dass Du mit Deinem Sohn schon darüber gesprochen hast, Anna.
Liebe Grüsse,
Tina |