
10.05.2007, 21:38
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AW: An die Mütter: geht ihr arbeiten? - Dieser Beitrag ist 423 Tage alt Mein Sohn kam im August 1986 zur Welt, derzeit gab es lediglich 6 Monate Mutterschaftsurlaub. Danach konnte ich halbtags in meiner alten Firma weiter arbeiten, meine Mutter (4x/Woche) und meine Schwiegermutter (1x) hüteten das Kind. Wir wollten bauen und mußten mit dem Geld rechnen. Mit drei kam er in den Kindergarten, wir waren inzwischen umgezogen und hatten zwei Familien in der Nachbarschaft mit Söhnen im gleichen Alter und im gleichen Kindergarten. Diese beiden Frauen waren damals nicht berufstätig und holten je zweimal pro Woche um 12.15 Uhr die drei Jungs vom KiGa ab, am 5. Tag war ich dran. Bei diesen Familien blieb mein Sohn auch, bis ich nach Hause kam, manchmal hatte er sogar schon Mittagessen mit gegessen. Bevor er eingeschult wurde kam meine Tochter zur Welt und ich blieb ich drei Jahre zuhause. Dann konnte ich wieder für drei Jahre in meine alte Firma zurückkehren, bis mein Job weg organisiert wurde. Im ersten Jahr war Töchterlein bei meiner Oma und bei SchwieMu, meine eigene Mutter war inzwischen verstorben; als Zwergmaus vier wurde war endlich ein KiGa-Platz frei, mit liberaleren Öffnungszeiten als früher und der Möglichkeit, 1 x wöchentlich ein Mittagessen zu bekommen. Ein dreiviertel Jahr nach ihrer Einschulung wurde ich arbeitslos. Seither habe ich nur noch "Mini-Jobs" gehabt und konnte einigermaßen rechtzeitig zuhause sein. Sollten die Kinder doch vor mir da sein, durften sie zu den Nachbarn gehen, ab der 2. Klasse hatten sie eigene Schlüssel. Besonders die Kleine war sehr stolz, wenn sie mal eine halbe Stunde alleine war, bevor ich oder ihr Bruder nach Hause kamen. Sie wollte stets alles so können wie die Großen und hatte nie Angst alleine. Allerdings glaube ich, dass auch unser Hund ihr ein gewisses Sicherheitsgefühl gegeben hat. Rückwirkend betrachtet hat es eigentlich ganz gut geklappt, aber es war oft stressig. Einmal hab ich vergessen, meinen Sohn vom KiGa abzuholen; die beiden anderen Kinder waren krank und nicht dort, ich wäre normal nicht dran gewesen. Als der Kiga schließen wollte, hat man mich Rabenmutter angerufen... Liebe Grüße Ute |