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In dieser Diskussion geht es um "Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?" im "Ernährung" Forum, als Teil von Elternfragen.net
von StarBuG Richtig, aber dennoch ausreichend um ein absolut normales Wachstum zu gewährleisten. Hab nie was anderes behauptet. von StarBuG Nur hat ein Kind mit ...

  1. #43
    Stillberaterin Avatar von KittyKätzchen
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?


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    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Richtig, aber dennoch ausreichend um ein absolut normales Wachstum zu gewährleisten.
    Hab nie was anderes behauptet.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Nur hat ein Kind mit voll funktionsfähigen Immunsystem nicht viel von einer passiven Immunisierung, ganz im Gegensatz zum Neugeborenen, das noch kein intaktes Immunsystem hat.
    Weißt du, das ist das Tolle an der Muttermilch - sie passt sich immer an die jeweiligen Gegebenheiten an. Ich hab hier schon tagelang mit 40° und fieser Erkältung flachgelegen, mein Sohn hatte nix. Wir waren glaube ich in seinem ganzen Leben 4 oder 5x beim Arzt (Us außen vor lassend). Wenn ich mir die meistens nicht oder kurz gestillten Kinder in meiner Umgebung so ansehe, war er quasi noch nie krank.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Lediglich das extrem lange Stillen sollte zumindest diskutiert werden.
    2 Jahre sind doch nicht "extrem lange". Das ist noch weit unter'm Durchschnitt.
    Und ich weiß auch nicht, wieso man das diskutieren muss. Selbst wenn es medizinisch sinnlos wäre (was ich weiterhin bezweifle), na und? Muss man für alles eine wissenschaftliche Rechtfertigung haben?

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Beikost wird dann benötigt, wenn die Muttermilch alleine den Energie und Nährstoffbedarf des Kleinkindes nicht mehr ausreichend für ein normales Gedeihen deckt. Dies ist eine einfache Bilanz.
    Stimmt.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Dies ist ab dem 4-6 Monat der Fall. Das es hier nicht um 1-2 Monate geht ist klar, aber ein Kind das mit 12 Monaten noch voll gestillt wird, kann eindeutige Mangelerscheinungen (z.B. Anämie aufgrund von Eisenmangel) zeigen und ist im Wachstum zurück, da der Eiweiß und Energiegehalt nicht mehr ausreicht.
    Wie kommst du jetzt auf 12 Monate?
    Die ab 4 Monate-Empfehlung ist einfach Quatsch, entschuldige, aber das ist so. Die sehr wenigen Kinder, die ab dem Alter beikostreif sind, sind bei der Erstellung einer Empfehlung absolut zu vernachlässigen. Ich persönlich kenne kein einziges Kind, das mit 4 Monaten beikostreif war.

    Das natürliche Abstillalter liegt laut Kathy Dettwyler wohl so bei 7 Jahren, aber darüber kann man streiten.
    Kitty (25) & Ehedings (43)
    Sohn (4) & Sohn (1,5)

    "Der Horizont mancher Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und den nennen sie ihren Standpunkt." (Albert Einstein)

  2. #44
    Arzt (Kinderheilkunde) Avatar von StarBuG
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    915
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Wie lange eine Frau ihr Kind stillt, ist jeder Mutter selber überlassen.
    Ich persönlich halte alles über 1 1/2 - 2 Jahre für zu lange, aber das ist meine ganz persönliche Meinung.
    Alles was über 2 Jahre liegt ist für mich extrem lang.

    12 Monate hab ich geschrieben, da wir eine Mutter auf Station, die ihr Kind in dem Alter voll gestillt hat. Das Kind hatte eine schwere Eisenmangelanämie.

    Die Empfehlung 4-6 Monate ist natürlich nicht dogmatisch zu sehen, sondern hängt, wie du schon richtig gesagt hast, von der Entwicklung des Kindes ab.
    Solche Empfehlungen werden ja eh mit den Kinderärzten besprochen.
    Die sehen ja das Kind und können mit den Eltern zusammen den optimalen Zeitpunkt finden.

    Die Zeitangabe basiert rein auf der Energiebilanz, die ab dem 4ten Monat anfängt, nicht mehr vollständig auszureichen.
    Aber wie ich oben schon erwähnte, geht es hier nicht um 1-2 Monate

    Wenn also die meisten Kinder mit 6 Monaten erst reif für Beikost sind (wovon auch ich übrigens auch ausgehe), dann ist das völlig ok. Selbst im 7ten Monat anzufangen ist ok.
    Aber man sollte auch nicht zu lange warten, wie ich ihm obigen Beispiel deutlich machen wollte.

    Das natürliche Abstillalter liegt laut Kathy Dettwyler wohl so bei 7 Jahren, aber darüber kann man streiten.
    Das halte ich für die emotionale Entwicklung des Kindes für eher schädlich.
    Ab einem gewissen Alter gehört das lösen von der Mutter einfach zu einem Reife- und Entwicklungsschritt hinzu. Wenn ein Kind aber so eng an die Mutter gebunden ist, kann dieser wichtige Schritt nicht vollzogen werden. Das Kind wird somit aktiv in seiner emotionalen Entwicklung zurückgehalten.
    Ich glaube, wenn eine Mutter ihr Kind so lange stillt, dann macht sie das eher für sich als für ihr Kind.

    Selbst im Tierreich gibt es kein einziges Tier, das so lange säugt.
    Also hier von natürlich zu sprechen, halte ich für extremst fragwürdig.

    Liebe Grüße und gute Nacht

    Michael
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  3. #45
    Monsti
    Gast

    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Das natürliche Abstillalter liegt laut Kathy Dettwyler wohl so bei 7 Jahren


    Na, das wage ich wirklich schwer zu bezweifeln.

    Ich sage es noch einmal, dieses Mal etwas lauter: Der Mensch bekommt nicht ohne Grund Zähne. Zähne sind zum beißen da. Muttermilch kann man aber nur trinken. Warum, verdammt, geht darauf keiner ein?

    Der Abstillprozess ist im Normalfall ein schrittweiser, der mit der Zahnbildung des Kindes einhergeht. Die Natur zeigt uns doch oberdeutlich, wo's langgeht!

    In Naturvölkern kommt eine Mutter viele Jahre lang nicht aus dem Stillen heraus. Dies aber eben nicht, weil sie ein Kind 4 Jahre lang stillt, sondern weil ständig neuer Nachwuchs kommt. Deshalb nannte ich das Beispiel meiner Mutter. Sie hatte ca. 7 Jahre lang permanent Muttermilch zum Vergeben. Den Hauptanteil bekam natürlich der Säugling zwecks Vollernährung. Vom Rest profitierten die Kleinstkinder, aber eigentlich nie länger als 1,5-2 Jahre. Danach wollten sie nämlich selbst keine Muttermilch mehr.

    Ich selbst trank nochmals Muttermilch, als ich ca. 4 Jahre alt war. Ich wollte probieren. Meine Mutter hatte mir etwas abgepumpt und mir zum trinken gegeben. Ich fand den Geschmack nur scheußlich: lauwarm, süßlich und megafett. Da war mir doch ein Butterbrot oder ein Apfel lieber.

    Liebe Grüße
    Angie

  4. #46
    Noch neu hier Avatar von claudi64
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    Beiträge
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat:
    Mir hat mal ein Mann in einem Restaurant ernsthaft vorgeschlagen, ich könne das Baby doch bitte auf der Toilette stillen - und wie gesagt, ich mach mich nicht vom Kopf abwärts frei, wenn ich stillen möchte, da muß man schon recht genau hinschauen... Ich hab ihm dann freundlich vorgeschlagen, er möge sich doch selbst in die sanitären Anlagen zurückziehen, wenn sein zartes Gemüt durch den Anblick verletzt wird - gab übrigens Szenenapplaus von den umliegenden Tischen, so kinderfeindlich ist Deutschland also gar nicht.

    Ich habe alle meine Kinder zwischen 4-13 Monate gestillt, danach haben sie gleich am Tisch mit gegessen, war sehr einfach und ich würde es wieder so machen.

    Mir hat mal ne Bedienung vorgeschlagen auf der Toilette zu stillen, ich habe sie dann gefragt ob sie auch auf der Toilette ißt...hat mir ebenfalls viel Befall gebracht .
    Außerdem wird die Brust verdeckt, wer natürlich geiert der erhascht auch mal ein Blick...aber ich finde es natürlich und habe mich nie ins stille Kämmerchen verzogen...denke aber ist jeden selber überlassen...

    LG Claudi
    Stärke und Schwäche sind kein Widerspruch.

    Denn immer zeugt es von Stärke, Schwäche zu zeigen und dazu zu stehen.

  5. #47
    Teetante
    Gast

    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Ich glaube, wenn eine Mutter ihr Kind so lange stillt, dann macht sie das eher für sich als für ihr Kind.

    Selbst im Tierreich gibt es kein einziges Tier, das so lange säugt.
    Also hier von natürlich zu sprechen, halte ich für extremst fragwürdig.

    Michael
    Hi Micha,

    genau das denke ich eben auch, dieses megalange Stillen ist ein Problem der Mutter das Kind "loszulassen". Diese 7 Jahre, die diese Buchautorin veranschlagt, halte ich für extremst übertrieben.

    Wie Monsti schon schrieb, wenn Kinder so lange gestillt werden sollen, wofür bekommen sie dann Zähne und diese auch schon relativ früh?

    Ich selber bin nicht gestillt bzw. wenig gestillt worden (ein paar Wochen lt. Erzählungen meines Vaters), meine Mutter hatte aus irgendwelchen Gründen keine bis wenig Milch, damals Anfang der Siebziger war einiges noch nicht so komfortabel wie heute (z.B. Wöchnerinnenstationen, Abpump-Geräte etc.). Da wurde aber damals kein Wirbel drum gemacht, keine Milch? OK, dann eben Flasche, hauptsache Kind bekam Nahrung. Geschadet hat es mir nicht! Meine Freundin wurde ca. 1 Jahr gestillt und plagt sich mit mehr Allergien und Krankheiten rum als ich, die nicht gestillt wurde.

    Sicher, jede Frau muß es selber wissen, wie lange sie stillen möchte und ob sie überhaupt stillen kann, soweit ich weiß, gibt es auch heute noch Frauen, wo es einfach nicht funktioniert. Was machen denn diese Frauen? Sich als Rabenmütter abstempeln lassen, weil sie keine Muttermilch haben? Ziemlich einseitige Sicht der Stillfraktion!

    Und auch mir war mit knapp 2 Jahren ein Leberwurstbrot lieber als alles flüssiges oder breiähnliches, dieses weiß ich halt auch nur aus Erzählungen, aber vorstellen kann ich mir das schon gut, daß Kinder auch mit ihren Zähnen neue Dinge entdecken wollen, neue Geschmäcker, anderes Feeling als Milch im Mund zu haben.

    Viele Grüße, Andrea


  6. #48
    Stillberaterin Avatar von KittyKätzchen
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?


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    Michael, hier ist der Artikel von Kathy Dettwyler.
    Das natürliche Alter zum Abstillen

    Zum Thema 'psychische Schäden', wenn man davon ausgeht, dass Kinder von selbst so lange stillen würden, wenn man sie ließe (und davon geht Dettwyler aus - eben ein natürliches Abstillen), dann bezweifle ich, dass da irgendwelche Schäden entstehen.
    Im Übrigen gibt es durchaus Tiere, die so lange stillen (entwicklungstechnisch gesehen), Pferdestuten z.B. trinken manchmal noch bei ihren Müttern, auch wenn sie selbst schon Fohlen haben.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Alles was über 2 Jahre liegt ist für mich extrem lang.
    Warum? Weil es hier nicht üblich ist?

    Bei langer Vollstillzeit (was wie gesagt gar nicht so unüblich ist, ich kenne sehr viele Langzeitstillkinder, die erst spät mit Beikost angefangen haben) sollte man natürlich regelmäßig den Eisenspeichervorrat überprüfen lassen, eben um Mangelerscheinungen auszuschließen. Ansonsten ist dagegen eigentlich nichts einzuwenden.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Solche Empfehlungen werden ja eh mit den Kinderärzten besprochen.
    Die sehen ja das Kind und können mit den Eltern zusammen den optimalen Zeitpunkt finden.
    Wenn ich ganz ehrlich bin - und das ist jetzt bitte nicht als Angriff zu verstehen - haben die meisten KiÄ, die ich bisher so kennengelernt habe und von denen mir Freunde erzählen, keine Ahnung von Säuglingsernährung. Ich kenne eine Frau, deren KiA riet ihr, endlich mit Beikost anzufangen, als ihr Baby 3 1/2 Monate war. Das Kind war absolut nicht beikostreif, aber "die dünne Plörre" könne ja niemals reichen. Das Baby war ein absolut propperes Vollstillkind, die Mutter ist in Milch fast ertrunken. Es gab absolut keinen Grund, dem Kind Beikost zu geben.
    Und mein KiA könnte mir wenig bis nix über die Beikostbereitschaft meines Kindes sagen - er sieht ihn so gut wie nie und kennt ihn daher so gut wie gar nicht. *schulterzuck*


    Zitat von Monsti Beitrag anzeigen
    Ich sage es noch einmal, dieses Mal etwas lauter: Der Mensch bekommt nicht ohne Grund Zähne. Zähne sind zum beißen da. Muttermilch kann man aber nur trinken. Warum, verdammt, geht darauf keiner ein?

    1) heißen die Dinger nicht aus Jux Milchzähne.
    Und 2) sind wir darauf durchaus schon eingegangen, wir reden doch die ganze Zeit über Beikostbereitschaft etc.
    Um mal ganz banal wieder meinen Sohn als Beispiel zu nehmen, wir haben mit 9 Monaten mit Beikost angefangen. Vorher war da absolut nix zu wollen. Nennenswerte Mengen hat er aber erst mit 1 1/2 gegessen, aber auch da bestand der Hauptanteil seiner Nahrung aus Muttermilch. Geändert hat sich das erst, als ich nachts abgestillt habe. Und mit den 2 Schneidezähnchen, die er mit 9 Monaten hatte, hielt sich die Auswahl an essbaren Nahrungsmitteln doch sehr in Grenzen. Mit 6 Monaten hatte er noch gar keine Zähne.

    Ich gehe halt einfach davon aus, dass Kinder in 90% der Fälle wissen, was sie wann brauchen - wenn man es ihnen nicht aberzieht und ihnen mit 4 Monaten den guten Karottenpamps reindrückt (ja, alles schon gesehen ), obwohl sie ganz deutlich zeigen, dass sie das nicht wollen. Steht ja auf dem Glas drauf, also kann es ja nicht verkehrt sein.

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