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In dieser Diskussion geht es um "Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?" im "Ernährung" Forum, als Teil von Elternfragen.net
Hallo Shikoku, die weltweite durchschnittliche Stilldauer beträgt vier Jahre Das ist so nicht ganz korrekt. Kinder bekommen ja nicht ohne Grund ab dem 6./7. Monat ...

  1. #37
    Monsti
    Gast

    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?


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    Hallo Shikoku,

    die weltweite durchschnittliche Stilldauer beträgt vier Jahre


    Das ist so nicht ganz korrekt. Kinder bekommen ja nicht ohne Grund ab dem 6./7. Monat ihre ersten Zähne. Sobald ein Kind kauen kann, wird auch feste Nahrung gegeben - weltweit! Allerdings bekommen die Kinder nebenbei noch sehr lange Milch von der Mutter (die oft schon das nächste Kind geboren hat).

    Meine eigene Mutter hatte von 1955 bis 1962 fünf Kinder zur Welt gebracht, somit war sie fast ständig schwanger oder am Stillen. Als ich 14 Monate alt war, war schon meine nächstjüngere Schwester da. Ich war nicht einmal 3 Jahre alt, da hatte ich schon zwei jüngere Geschwister. War meine Mutter mit dem Stillen der Kleinen fertig, durfte ich auch noch einen "Nachschlag" haben. Mein Hauptnahrungsmittel war die Muttermilch aber längst nicht mehr, eher sowas wie ein "Snack", gepaart mit körperlicher Nähe.

    Liebe Grüße
    Angie

  2. #38
    Stillberaterin Avatar von KittyKätzchen
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Andrea, mit "Milch einer anderen Frau" ist (heute) Milch aus sogenannten Milchbanken gemeint. Dort können stillende Frauen ihren "Überschuß" abgeben, die Milch wird aufbereitet (pasteurisiert) und dann z.B. für Frühchen in KH verwendet, wenn die Mutter nicht selbst stillen kann. Ob man sich als Privatperson an diese Milchbanken wenden kann, weiß ich nicht genau. Ist für die meisten Leute aber eh irrelevant, da es in Deutschland leider nur ganz wenige dieser Banken gibt.

    Das heißt, Du stillst Deinen Sohn bei Bedarf auch noch über Jahre hinweg?

    Nein, wirklich nach Bedarf stillen wir nicht mehr, vor allem da wir ja momentan für das 2. Kind üben. Ich hatte durch das Stillen einen zu kurzen Zyklus, deswegen habe ich auf 1x morgens, manchmal 1x mittags und 1x abends reduziert. Nachts habe ich vor zwei oder drei Monaten komplett abgestillt. Aber wenn er diesen Rhythmus noch einige Jahre beibehalten möchte, soll er das von mir aus tun. *schulterzuck*

    Naja, ich habe da eh eine etwas andere Auffassung drüber,(habe noch kein Kind), aber irgendwann wird es sicherlich auch für das Kind peinlich, wenn es z.B. im Kiga oder Grundschule erzählt, daß es noch an die Brust kommt.
    Ich denke mal, einem KiGa- oder Schulkind kann man durchaus klar machen, dass das etwas Privates ist und man das nicht unbedingt jedem erzählen muss.
    Dazu kommt ja, dass es viele KiGa-Kinder gibt, die noch die Milchflasche kriegen. Das finde ich persönlich schlimmer, als ein Kind, dass noch 1 oder 2x am Tag stillt.


    Angie, das, was Shikoku geschrieben hat, ist vollkommen korrekt. Die gesamte Stilldauer beträgt durchschnittlich 4 Jahre, nicht die Vollstillzeit.
    Das finde ich übrigens super, dass dein Mutter so lange gestillt hat! Meine Oma hat in der gleichen Zeit dank Mütterberatung und Wiegeprobe ja "zu wenig Milch" gehabt und deshalb nur 4 Monate gestillt. Dann gab's natürlich das gute Alete. *würgwürg*


  3. #39
    Arzt (Kinderheilkunde) Avatar von StarBuG
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    Der Sauginstinkt bleibt jedem Kind jahrelang erhalten. Jeder findet es normal, ein Baby, das älter als 6 Monate ist, ja auch ein Drei- oder Vierjähriges mit einem Schnuller im Mund zu sehen. Wenn es stimmen würde, dass die Natur für den Menschen eine Stilldauer von lediglich wenigen Monaten vorgesehen hat, dann würde sie es so eingerichtet haben, dass nach dieser Zeit die Milch versiegt und der Sauginstinkt verschwindet, denn die Natur ist sehr ökonomisch, da wird nichts verschwendet. Die Milchproduktion richtet sich jedoch exakt nach den Bedürfnissen des bestimmten Babys/Kindes.
    Das ist so nicht richtig.
    Der Saugreflex (automatisches Saugen beim berühren des Gaumens) erlischt im 4ten Monat allmählich und wird durch aktives Saugen ersetzt. Lediglich der Schluckreflex bleibt lebenslang erhalten.
    Die Milchproduktion bleibt so lange erhalten, wie ein aktiver Stimulus (Saugen) vorhanden ist. Die Milchproduktion kann somit über Jahre erhalten oder aber schon nach Wochen beendet werden. Dies wird über einen Hormonregelkreis gesteuert.

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    Flaschenmilch ist - zum Glück - ein akzeptabler Muttermilchersatz. Allerdings steht sie in der Hierarchie der Babyernährung erst an 4. Stelle. Davor kommt 1. Muttermilch, 2. abgepumpte Muttermilch und 3. Milch einer anderen Frau.
    1-3 ist für mich das selbe
    Sicherlich ist Muttermilch in den ersten Lebensmonaten die ideale Nahrung, aber wenn eine Frau nicht stillen kann, so ist eine Fertignahrung ein vollwertiger Ersatz.

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    Die Qualität der Flaschenmilch liegt Längen hinter der Muttermilch. Die Inhaltsstoffe sind in sehr viel größerer Menge in der FM vorhanden, weil sie viel schlechter aufgenommen werden. Dazu kommt, dass das Eiweiß der Kuhmilch sehr viel schlechter verdaut wird. Das kann grade bei Kolikbabies zu echten Beschwerden führen.
    Das stimmt so nicht ganz zumindest definiere ich "sehr viel größer" und "sehr viel schlechter" anders
    Es stimmt das der Protein Gehalt der Formelnahrung auf Kuhmilch basierend höher ist und auch die Zusammensetzung von Kasein zu Molkeprotein anders und in der Frauenmilch besser ist.
    Aber viel schlechter ist die Nahrung dadurch nicht. Ein Kind, das mit der Flasche aufgezogen wird, hat Ernährungstechnisch gesehen keine Defizite gegenüber einem gestillten Baby.

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    Von Unmengen an Abwehrstoffen mal abgesehen. Viele Kinder werden nach dem Abstillen "plötzlich" viel häufiger krank als vorher.
    Unmengen sind das nun wirklich nicht
    Das Kolostrum (die Milch in den ersten Tagen nach Geburt) enthält viele Abwehrstoffe, die eine begrenzte passive Immunität beim Säugling erzeugen.
    Am achten Tag nach Geburt (transitorische Milch) sind nur noch 1/4 der Menge an Abwehrstoffen in der Milch enthalten, nach dem ersten Monat (reife Milch) nur noch 1/6.
    Die passive Immunisierung durch das Kolostrum ist für das Neugeborene wichtig, da es noch kein intaktes eigenes Immunsystem besitzt. Dies ändert sich aber rasch. Ein Kind von einem Jahr ist nicht mehr auf Antikörper aus der Muttermilch angewiesen.

    Aber versteh mich bitte nicht falsch. Ich bin absolut für das Stillen.
    Jede Frau die stillen kann, sollte dies auch tun.

    Man muss aber wissen, dass die Zusammensetzung der Muttermilch ab dem 4-6 Lebensmonat zur alleinigen Ernährung des Kindes nicht mehr ausreicht.
    In dieser Zeit sollte also langsam mit der Beikost angefangen werden um ein normales Gedeihen zu gewährleisten.

    Wie lange eine Frau ihr Kind stillt, ist jeder Mutter selber überlassen.
    Ich persönlich halte alles über 1 1/2 - 2 Jahre für zu lange, aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

    Gruß

    Michael
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  4. #40
    Stillberaterin Avatar von KittyKätzchen
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Nicht der Saugreflex, sondern der Sauginstinkt. Ist was völlig anderes.
    Ganz davon abgesehen, dass die Bewegung, die Kinder beim trinken an der Brust machen, gar kein Saugen ist.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Dies wird über einen Hormonregelkreis gesteuert.
    Tatsächlich ist es so, dass Prolaktin nach 6 Monaten so gut wie keine Rolle mehr für die Milchbildung spielt. Deshalb ist stillen auch nur in den ersten 6 Monaten ein (einigermassen) sicheres Verhütungsmittel. Danach sinkt der Prolaktinspiegel wieder und der Progesteronspiegel kann wieder steigen - frau kann wieder schwanger werden.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Aber viel schlechter ist die Nahrung dadurch nicht.
    Sie wird schlechter verwertet, doch.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Unmengen sind das nun wirklich nicht
    Die Muttermilch enthält im zweiten Jahr des Stillens ein höheres Mass an bestimmten Antikörpern, sie erreichen teilweise eine ähnlich hohe Konzentration wie das Kolostrum. Zum Beispiel das Lysozym, das die Zellwand der Bakterien zerstört, ist in größerer Menge in der Milch der Mutter eines 18 Monate alten Kleinkindes zu finden, als in der Milch der Mutter eines Sechsmonatigen. Die Mutter produziert auch weiterhin Antikörper gegen die Krankheitserreger, mit denen sie konfrontiert wird, und schützt dadurch ihr Kind indirekt über die Milch, solange sie stillt. Kinder, die jahrelang gestillt werden, sind bedeutend weniger häufig krank und die Mütter berichten meist, dass ihre Kinder noch nie eine Antibiotikabehandlung brauchten.
    Quelle

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Man muss aber wissen, dass die Zusammensetzung der Muttermilch ab dem 4-6 Lebensmonat zur alleinigen Ernährung des Kindes nicht mehr ausreicht.
    Die aller, allerwenigsten Kinder sind mit 4 Monaten beikostreif. Die Empfehlung, nach 4-6 Monaten mit Beikost anzufangen, ist schlicht überholt und nicht haltbar.
    Ein Baby ist bereit für Beikost, wenn:
    • der Zungenstoßreflex, durch den feste Nahrung automatisch aus dem Mund befördert wird, verschwunden ist
    • es Interesse an der Nahrung hat und Nahrung selbst zum Mund befördern kann
    • es alleine sitzen kann
    • es ein gesteigertes Stillbedürfnis zeigt, das sich nicht nach wenigen Tagen wieder normalisiert und nicht auf andere Gründe, wie z. B. Zahnen, Erkrankung, Stress zurückzuführen ist.
    Die ersten drei Punkte sind bei den wenigsten Kindern, die jünger als 6 Monate sind, erfüllt. Und vorher braucht ein Kind auch keine Beikost (Ausnahmen bestätigen die Regel).

  5. #41
    Arzt (Kinderheilkunde) Avatar von StarBuG
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    Nicht der Saugreflex, sondern der Sauginstinkt. Ist was völlig anderes.
    Ganz davon abgesehen, dass die Bewegung, die Kinder beim trinken an der Brust machen, gar kein Saugen ist.
    Ich weiß das doch, ich bin kein Laie.
    Aber für alle die es nicht wissen. Säuglinge saugen nicht wirklich an der Brust, sondern pressen diese mit Zunge und Gaumen aus. Dies kann man daran erkenne, das Säuglinge beim Stillen oft seitlich noch den Mund etwas offen haben. Dadurch würde saugen nicht funktionieren.

    Allerdings dient der Sauginstinkt zu großen Teilen auch der Beruhigung.
    Kinder können sich selber über das Saugen (Schnuller, Daumen, Brust, etc) beruhigen. Selbst wir als Erwachsene haben noch Überbleibsel davon. Wenn wir uns sehr stark konzentrieren, strecken wir leicht die Zunge aus dem Mund. Dies ist eine unbewusste Handlung und ist ein Überbleibsel dieses Instinktes aus der oralen Phase. Es gibt auch noch Erwachsene, die am Daumen lutschen, was sicher nicht mehr der Nahrungsaufnahme dient

    Tatsächlich ist es so, dass Prolaktin nach 6 Monaten so gut wie keine Rolle mehr für die Milchbildung spielt. Deshalb ist stillen auch nur in den ersten 6 Monaten ein (einigermassen) sicheres Verhütungsmittel. Danach sinkt der Prolaktinspiegel wieder und der Progesteronspiegel kann wieder steigen - frau kann wieder schwanger werden.
    Aber Prolaktin ist ja auch nur eines von drei relevanten Hormonen

    Sie wird schlechter verwertet, doch.
    Richtig, aber dennoch ausreichend um ein absolut normales Wachstum zu gewährleisten.

    Die Muttermilch enthält im zweiten Jahr des Stillens ein höheres Mass an bestimmten Antikörpern, sie erreichen teilweise eine ähnlich hohe Konzentration wie das Kolostrum. Zum Beispiel das Lysozym, das die Zellwand der Bakterien zerstört, ist in größerer Menge in der Milch der Mutter eines 18 Monate alten Kleinkindes zu finden, als in der Milch der Mutter eines Sechsmonatigen.
    Hab ich noch nichts drüber gelesen. Aber kann ja durchaus sein.


    Die Mutter produziert auch weiterhin Antikörper gegen die Krankheitserreger, mit denen sie konfrontiert wird, und schützt dadurch ihr Kind indirekt über die Milch, solange sie stillt
    .
    Kinder, die jahrelang gestillt werden, sind bedeutend weniger häufig krank und die Mütter berichten meist, dass ihre Kinder noch nie eine Antibiotikabehandlung brauchten.
    Quelle

    Nur hat ein Kind mit voll funktionsfähigen Immunsystem nicht viel von einer passiven Immunisierung, ganz im Gegensatz zum Neugeborenen, das noch kein intaktes Immunsystem hat. Aber hier würde ich auch gerne mal eine Studie sehen. Es gibt nämlich auch unzählige Kinder (sicher mehr als lange gestillte) die wenig Krank sind. Die letzte Aussage ist sicher gefärbt durch den Betrachter.

    Aber um eines noch einmal zu betonen.

    Ich bin absolut FÜR das Stillen.
    Lediglich das extrem lange Stillen sollte zumindest diskutiert werden.
    Aber auch hier möchte ich noch einmal betonen, dass ich (auch später als Kinderarzt) diese Entscheidung der Frau überlasse.

    Nur wenn es darum geht, wissenschaftlich zu Begründen, man sollte 3Jahre und mehr stillen, da diskutiere ich dann doch gerne mal dagegen

    Die aller, allerwenigsten Kinder sind mit 4 Monaten beikostreif. Die Empfehlung, nach 4-6 Monaten mit Beikost anzufangen, ist schlicht überholt und nicht haltbar.
    Ein Baby ist bereit für Beikost, wenn:
    • der Zungenstoßreflex, durch den feste Nahrung automatisch aus dem Mund befördert wird, verschwunden ist
    • es Interesse an der Nahrung hat und Nahrung selbst zum Mund befördern kann
    • es alleine sitzen kann
    • es ein gesteigertes Stillbedürfnis zeigt, das sich nicht nach wenigen Tagen wieder normalisiert und nicht auf andere Gründe, wie z. B. Zahnen, Erkrankung, Stress zurückzuführen ist.
    Die ersten drei Punkte sind bei den wenigsten Kindern, die jünger als 6 Monate sind, erfüllt. Und vorher braucht ein Kind auch keine Beikost (Ausnahmen bestätigen die Regel).
    Das stimmt so meines Wissens nicht.
    Beikost wird dann benötigt, wenn die Muttermilch alleine den Energie und Nährstoffbedarf des Kleinkindes nicht mehr ausreichend für ein normales Gedeihen deckt. Dies ist eine einfache Bilanz.
    Dies ist ab dem 4-6 Monat der Fall. Das es hier nicht um 1-2 Monate geht ist klar, aber ein Kind das mit 12 Monaten noch voll gestillt wird, kann eindeutige Mangelerscheinungen (z.B. Anämie aufgrund von Eisenmangel) zeigen und ist im Wachstum zurück, da der Eiweiß und Energiegehalt nicht mehr ausreicht.

    Das soll nicht heißen, das jedes Kind mit 4 Monaten Beikost bekommen sollte, sicher hängt dies vom Kind selber ab.
    Aber nach 6 Monaten wäre dem aus medizinischer Sicht her schon anzuraten.

    Gruß

    Michael

    ps: Ich bin noch Student und greife hier nicht auf eine 10jährige Berufserfahrung als Kinderarzt zurück
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  6. #42
    Monsti
    Gast

    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?


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    Hallo zusammen,

    noch einmal stelle ich die banale Tatsache in den Raum, dass ein Säugling ab etwa dem 7. Monat seine ersten Milchzähne bekommt. Diese Zähne bekommt das Kind nicht ohne Grund. Ab jetzt möchte es nämlich nicht mehr nur saugen, sondern auch beißen. In dieser Zeit lässt auch der angeborene Saugreflex nach. Später geht's eher um die körperliche Nähe und ums Nuckeln.

    Zum Wert von Muttermilch: Ich selbst sehe in den ersten 6 Monaten primär Vorteile (für das Kind und die Mutter gleichermaßen). Hätte ich Kinder gehabt, hätte ich sie auf jeden Fall solange gestillt, wie es mir die Natur sicher vorgeben hätte.

    Meine Mutter hatte 5 ihrer 6 Kinder gestillt, und das auch recht lange. Da sie unglaublich viel Milch hatte, konnte sie sogar noch Milch an Mütter abgeben, die zuwenig hatten. Dann kam Kind Nr. 6. Dieses Kind wollte von vornherein nicht an der Brust trinken. Offenbar waren ihm die Brustwarzen meiner Mutter zu groß (Mutters Theorie), jedenfalls musste meine Mutter gleich nach der Geburt alternative Milch geben.

    Tatsache ist: Meine jüngste Schwester war Zeit ihres Lebens nicht häufiger krank als wir anderen fünf Geschwister. Sie hatte während der Kindheit, der Pupertät und auch später die gleiche Statur wie alle. Ihre Zähne sind so in Ordnung wie die von uns allen. Sie war allerdings die einzige von uns allen, die einen Schnuller brauchte und diesen bis zu ihrem 4. Lebensjahr heiß und innig liebte. Zufall?

    Liebe Grüße
    Angie

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