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Thema: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

  1. #46
    Noch neu hier Avatar von claudi64
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat:
    Mir hat mal ein Mann in einem Restaurant ernsthaft vorgeschlagen, ich könne das Baby doch bitte auf der Toilette stillen - und wie gesagt, ich mach mich nicht vom Kopf abwärts frei, wenn ich stillen möchte, da muß man schon recht genau hinschauen... Ich hab ihm dann freundlich vorgeschlagen, er möge sich doch selbst in die sanitären Anlagen zurückziehen, wenn sein zartes Gemüt durch den Anblick verletzt wird - gab übrigens Szenenapplaus von den umliegenden Tischen, so kinderfeindlich ist Deutschland also gar nicht.

    Ich habe alle meine Kinder zwischen 4-13 Monate gestillt, danach haben sie gleich am Tisch mit gegessen, war sehr einfach und ich würde es wieder so machen.

    Mir hat mal ne Bedienung vorgeschlagen auf der Toilette zu stillen, ich habe sie dann gefragt ob sie auch auf der Toilette ißt...hat mir ebenfalls viel Befall gebracht .
    Außerdem wird die Brust verdeckt, wer natürlich geiert der erhascht auch mal ein Blick...aber ich finde es natürlich und habe mich nie ins stille Kämmerchen verzogen...denke aber ist jeden selber überlassen...

    LG Claudi
    Stärke und Schwäche sind kein Widerspruch.

    Denn immer zeugt es von Stärke, Schwäche zu zeigen und dazu zu stehen.

  2. #47
    Teetante
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Ich glaube, wenn eine Mutter ihr Kind so lange stillt, dann macht sie das eher für sich als für ihr Kind.

    Selbst im Tierreich gibt es kein einziges Tier, das so lange säugt.
    Also hier von natürlich zu sprechen, halte ich für extremst fragwürdig.

    Michael
    Hi Micha,

    genau das denke ich eben auch, dieses megalange Stillen ist ein Problem der Mutter das Kind "loszulassen". Diese 7 Jahre, die diese Buchautorin veranschlagt, halte ich für extremst übertrieben.

    Wie Monsti schon schrieb, wenn Kinder so lange gestillt werden sollen, wofür bekommen sie dann Zähne und diese auch schon relativ früh?

    Ich selber bin nicht gestillt bzw. wenig gestillt worden (ein paar Wochen lt. Erzählungen meines Vaters), meine Mutter hatte aus irgendwelchen Gründen keine bis wenig Milch, damals Anfang der Siebziger war einiges noch nicht so komfortabel wie heute (z.B. Wöchnerinnenstationen, Abpump-Geräte etc.). Da wurde aber damals kein Wirbel drum gemacht, keine Milch? OK, dann eben Flasche, hauptsache Kind bekam Nahrung. Geschadet hat es mir nicht! Meine Freundin wurde ca. 1 Jahr gestillt und plagt sich mit mehr Allergien und Krankheiten rum als ich, die nicht gestillt wurde.

    Sicher, jede Frau muß es selber wissen, wie lange sie stillen möchte und ob sie überhaupt stillen kann, soweit ich weiß, gibt es auch heute noch Frauen, wo es einfach nicht funktioniert. Was machen denn diese Frauen? Sich als Rabenmütter abstempeln lassen, weil sie keine Muttermilch haben? Ziemlich einseitige Sicht der Stillfraktion!

    Und auch mir war mit knapp 2 Jahren ein Leberwurstbrot lieber als alles flüssiges oder breiähnliches, dieses weiß ich halt auch nur aus Erzählungen, aber vorstellen kann ich mir das schon gut, daß Kinder auch mit ihren Zähnen neue Dinge entdecken wollen, neue Geschmäcker, anderes Feeling als Milch im Mund zu haben.

    Viele Grüße, Andrea


  3. #48
    Stillberaterin Avatar von KittyKätzchen
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?



    Michael, hier ist der Artikel von Kathy Dettwyler.
    Das natürliche Alter zum Abstillen

    Zum Thema 'psychische Schäden', wenn man davon ausgeht, dass Kinder von selbst so lange stillen würden, wenn man sie ließe (und davon geht Dettwyler aus - eben ein natürliches Abstillen), dann bezweifle ich, dass da irgendwelche Schäden entstehen.
    Im Übrigen gibt es durchaus Tiere, die so lange stillen (entwicklungstechnisch gesehen), Pferdestuten z.B. trinken manchmal noch bei ihren Müttern, auch wenn sie selbst schon Fohlen haben.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Alles was über 2 Jahre liegt ist für mich extrem lang.
    Warum? Weil es hier nicht üblich ist?

    Bei langer Vollstillzeit (was wie gesagt gar nicht so unüblich ist, ich kenne sehr viele Langzeitstillkinder, die erst spät mit Beikost angefangen haben) sollte man natürlich regelmäßig den Eisenspeichervorrat überprüfen lassen, eben um Mangelerscheinungen auszuschließen. Ansonsten ist dagegen eigentlich nichts einzuwenden.

    Zitat von StarBuG Beitrag anzeigen
    Solche Empfehlungen werden ja eh mit den Kinderärzten besprochen.
    Die sehen ja das Kind und können mit den Eltern zusammen den optimalen Zeitpunkt finden.
    Wenn ich ganz ehrlich bin - und das ist jetzt bitte nicht als Angriff zu verstehen - haben die meisten KiÄ, die ich bisher so kennengelernt habe und von denen mir Freunde erzählen, keine Ahnung von Säuglingsernährung. Ich kenne eine Frau, deren KiA riet ihr, endlich mit Beikost anzufangen, als ihr Baby 3 1/2 Monate war. Das Kind war absolut nicht beikostreif, aber "die dünne Plörre" könne ja niemals reichen. Das Baby war ein absolut propperes Vollstillkind, die Mutter ist in Milch fast ertrunken. Es gab absolut keinen Grund, dem Kind Beikost zu geben.
    Und mein KiA könnte mir wenig bis nix über die Beikostbereitschaft meines Kindes sagen - er sieht ihn so gut wie nie und kennt ihn daher so gut wie gar nicht. *schulterzuck*


    Zitat von Monsti Beitrag anzeigen
    Ich sage es noch einmal, dieses Mal etwas lauter: Der Mensch bekommt nicht ohne Grund Zähne. Zähne sind zum beißen da. Muttermilch kann man aber nur trinken. Warum, verdammt, geht darauf keiner ein?

    1) heißen die Dinger nicht aus Jux Milchzähne.
    Und 2) sind wir darauf durchaus schon eingegangen, wir reden doch die ganze Zeit über Beikostbereitschaft etc.
    Um mal ganz banal wieder meinen Sohn als Beispiel zu nehmen, wir haben mit 9 Monaten mit Beikost angefangen. Vorher war da absolut nix zu wollen. Nennenswerte Mengen hat er aber erst mit 1 1/2 gegessen, aber auch da bestand der Hauptanteil seiner Nahrung aus Muttermilch. Geändert hat sich das erst, als ich nachts abgestillt habe. Und mit den 2 Schneidezähnchen, die er mit 9 Monaten hatte, hielt sich die Auswahl an essbaren Nahrungsmitteln doch sehr in Grenzen. Mit 6 Monaten hatte er noch gar keine Zähne.

    Ich gehe halt einfach davon aus, dass Kinder in 90% der Fälle wissen, was sie wann brauchen - wenn man es ihnen nicht aberzieht und ihnen mit 4 Monaten den guten Karottenpamps reindrückt (ja, alles schon gesehen ), obwohl sie ganz deutlich zeigen, dass sie das nicht wollen. Steht ja auf dem Glas drauf, also kann es ja nicht verkehrt sein.
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  4. #49
    Stillberaterin Avatar von KittyKätzchen
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von Teetante Beitrag anzeigen
    Sicher, jede Frau muß es selber wissen, wie lange sie stillen möchte und ob sie überhaupt stillen kann, soweit ich weiß, gibt es auch heute noch Frauen, wo es einfach nicht funktioniert. Was machen denn diese Frauen? Sich als Rabenmütter abstempeln lassen, weil sie keine Muttermilch haben? Ziemlich einseitige Sicht der Stillfraktion!
    Natürlich gibt es Frauen, die nicht stillen können, und da ist es gut und richtig, dass es Flaschenmilch gibt. Aber 1 von 1000 Frauen kann aus organischen Gründen nicht stillen, 500 von 1000 erzählen aber, sie hätten ja zu wenig Milch gehabt oder sonstwas.
    Die meisten Stillprobleme sind in 95% der Fälle selbstgemacht, z.B. durch falsches Anlegen, Saugverwirrung, weil das Kind einen Schnuller oder eine Flasche bekommen hat, Stillen nach Zeitplan, oder sonstige Gründe. Wirkliche organische Gründe sind sehr, sehr selten.
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  5. #50
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von Shikoku Beitrag anzeigen
    Hallo,

    die weltweite durchschnittliche Stilldauer beträgt vier Jahre. Andernorts ist eine derartige Still-Länge völlig normal und nicht der Rede wert. Nur hier bei uns - gefangen in der Konsumwelt von Hipp, Alete & Co. - ist man von dem "natürlichen Weg" irgendwie abgekommen.
    Hallo

    mich würde mal interessieren wo anderenorts ist.

    Hier in Deutland dürfte die durchschnittliche Stilldauer unter einem Jahr liegen. Soweit ich das beurteilen kann, wird das in anderen EU-Ländern nicht anders sein. Auch Nordamerkia wird sich da nicht groß unterscheiden. Um den Durschnitt auf 4 Jahre zu bekommen bleiben also mit einer deutlich längeren Stillzeit die Entwicklungsländer.

    Man kann doch schlecht Entwicklungsländer mit Nahrungsknappheit, z.T. Hungersnöten, einseitiger Ernährung und hoher Kindersterblichkeit mit Industrieländer vergleichen.
    Die Gründe für langes Stillen in Entwicklungsländern sind dort wohl oft eher in einem sonst nicht ausreichenden oder sehr einseitigen Nahrungsangebot zu sehen.
    VG Sandra
    Präventiv eine Handvoll Buchstaben zum selbersortieren hinterherwerf.
    Zwerg *11/01 und
    Zickchen*10/04 Ösophagustatresie, Reflux, rezidivirende Bronchitiden ...
    http://www.q39-1.info dazu - aber noch in der akuten Bearbeitungsphase

  6. #51
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es Frauen, die nicht stillen können, und da ist es gut und richtig, dass es Flaschenmilch gibt.
    Warum wird dann hier so vehement gegen Hipp, Alete und Co. gewettert, wenn diese Sachen dann wieder gut sind, wenn die Frau nicht stillen kann? Bestätigt doch irgendwie wieder diese Abnabelungstheorie (nicht loslassen können), die sicherlich ein Grund für megalanges Stillen ist. Schlecht ist diese Flaschenmilch bestimmt nicht, oder kann mir hier irgendeiner das Gegenteil erzählen? Denn wenn sie sooo schlecht wäre, dann wäre das ja furchtbar für das Kind, wenn es keine Muttermilch bekommen kann und halt Alete etc. bekommt.

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    Aber 1 von 1000 Frauen kann aus organischen Gründen nicht stillen, 500 von 1000 erzählen aber, sie hätten ja zu wenig Milch gehabt oder sonstwas.
    Die meisten Stillprobleme sind in 95% der Fälle selbstgemacht, z.B. durch falsches Anlegen, Saugverwirrung, weil das Kind einen Schnuller oder eine Flasche bekommen hat, Stillen nach Zeitplan, oder sonstige Gründe. Wirkliche organische Gründe sind sehr, sehr selten.
    Das glaube ich mal weniger, denn diese Ansichten hast Du sicherlich durch Deinen Beruf als Stillberaterin. Klar, da muß man für das Stillen sein. Weißt Du, ich kenne durchaus mehrere Frauen, die keine Milch hatten bzw. haben, eine davon versucht es gerade beim 2. Kind auch wieder und scheitert. Wenn dann jemand daherkommt und ihr erzählt, es läge an ihr bzw. den Fehlern, die sie macht, wie glaubst Du, fühlt sich diese Frau? Ist das Sinn und Zweck einer Stillberaterin??

    Viele Grüße, Andrea

  7. #52
    Stillberaterin Avatar von KittyKätzchen
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von Teetante Beitrag anzeigen
    Warum wird dann hier so vehement gegen Hipp, Alete und Co. gewettert, wenn diese Sachen dann wieder gut sind, wenn die Frau nicht stillen kann?
    Weil das akzeptable Ersatzprodukte sind. Aber eben nur das. Stillen ist der Standard, und daran muss sich alles andere messen lassen.
    Und wo wettere ich gegen HIPP & Co.? Aber wenn du das schon ansprichst, ich bin froh, dass es Flaschenmilch gibt. Die Werbemethoden (grade von HIPP) sind unmöglich. Die geben sich größte Mühe, den Leuten weiß zu machen, Flaschenmilch wäre gleichwertig mit Muttermilch, und das ist einfach gelogen (und verboten sowieso). Flaschenmilch ist ein hochwertiges Ersatzprodukt - aber eben nur hochwertig, nicht gleichwertig.
    Zitat von Teetante Beitrag anzeigen
    Das glaube ich mal weniger, denn diese Ansichten hast Du sicherlich durch Deinen Beruf als Stillberaterin. Klar, da muß man für das Stillen sein.

    Ach, jetzt kommt wieder die "Ihr erzählt ja eh nur Ideologie-Scheiß"-Schiene.
    Zum einen ist das nicht mein Beruf, ich mache das ehrenamtlich. Ich habe also nix davon, wenn jemand stillt. Zum anderen habe ich diese Zahlen von meinem alles andere als stillfreundlichen Frauenarzt.
    Zitat von Teetante Beitrag anzeigen
    Weißt Du, ich kenne durchaus mehrere Frauen, die keine Milch hatten bzw. haben, eine davon versucht es gerade beim 2. Kind auch wieder und scheitert. Wenn dann jemand daherkommt und ihr erzählt, es läge an ihr bzw. den Fehlern, die sie macht, wie glaubst Du, fühlt sich diese Frau? Ist das Sinn und Zweck einer Stillberaterin??
    Nein, ist es nicht. Aber genau das ist leider häufig der Fall - Anwendungsfehler.
    Wenn ich mir die Stillgeschichten alleine aus unserer Krabbelgruppe ansehe, dann kann ich bei den meisten den genauen Zeitpunkt sagen, wo das Problem entstand, das letztendes zum Abstillen führte.
    Ich würde nie zu einer Frau sagen, dass sie ja nur zu blöd ist, denn Stillen ist nicht unbedingt einfach, wenn man nix drüber weiß. Es ist ja leider kein Instinkt, sondern eine erlernte Fähigkeit. Und wenn man nur von flaschegebenden Müttern, Schwiegermüttern etc. umgeben ist, kann man es nicht lernen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass da etwas falsch gemacht wird und es selten organische Ursachen gibt. Mehr nicht.

    Ich kann nur jeder Schwangeren raten, sich eine Stillberaterin zu suchen, eben um eventuelle Probleme frühzeitig abzufangen. Hebammen kennen sich da leider häufig nur unzureichend aus.
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    "Der Horizont mancher Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und den nennen sie ihren Standpunkt." (Albert Einstein)

  8. #53
    Stillberaterin Avatar von KittyKätzchen
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Ach so, hier noch kurz was zum Thema "Flaschenkinder haben keine Nachteile":

    Menschen, die nicht gestillt wurden, haben statistisch häufiger:
    Schlechtere Sehkraft
    Einen geringeren Intelligenzquotienten
    Blinddarmentzündung
    Brustkrebs
    Hernien
    Diabetes
    Krebs im Kindesalter
    Weniger gut ausgebildete Nerven
    In der Kindheit eine kleinere Thymusdrüse
    Ein weniger widerstandsfähiges Immunsystem
    Probleme mit Cholesterin
    Emotionale Probleme
    Magen-Darm-Störungen
    Allergien
    Zahn- und Kieferfehlstellungen
    Höheres SIDS-Risiko

    Frauen, die nicht stillen, haben statistisch häufiger:
    Brustkrebs (vor der Menopause)
    Osteoporose
    Gebärmutterhalskrebs
    Und hier noch ein sehr interessanter Artikel.
    Die Risiken der künstlichen Säuglingsnahrung - neu betrachtet
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  9. #54
    Teetante
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Hi Kitty,

    diese Krankheiten, die Du da zitierst, woher auch immer (bitte generell Quelle angeben), sind Sachen, die man aber auch bekommen kann, wenn man gestillt wurde!

    Meine Freundin (1 Jahr gestillt) hat mehr aus der Liste an Krankheiten, als ich, die fast gar nicht gestillt wurde. Und Allergien haben wohl die meisten Menschen mittlerweile, egal ob gestillt oder nicht. Das liegt aber sicherlich mit an unseren Industrieländern und auch an anderen Faktoren.

    Möchte mal wissen, wer sich diese Liste ausgedacht hat?

    Himmel hilf, dann sind also nicht gestillte Kinder blöder als gestillte? Oder besser noch, die Mütter sind eh zu "blöd", um zu stillen, also überträgt sich das auf die Kinder?

    Staunende Grüße über soviel Unsinn!

    Andrea

  10. #55
    Stillberaterin Avatar von KittyKätzchen
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Wie gesagt, das sind statistische Werte, sind also nur auf die Gesamtbevölkerung und nicht auf den Einzelnen anzuwenden.

    Die Liste beruht ganz einfach auf Erfahrungswerten und Studien.

    Himmel hilf, dann sind also nicht gestillte Kinder blöder als gestillte? Oder besser noch, die Mütter sind eh zu "blöd", um zu stillen, also überträgt sich das auf die Kinder?
    Inzwischen geht man davon aus, dass kluge (bzw. gebildete) Mütter eher (lange) stillen als "dumme" (ungebildete), und deren Kinder sind dann halt auch schlauer. Das hat aber nicht wirklich was mit dem Stillen an sich zu tun, sondern vererbt sich halt auf die Kinder.
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  11. #56
    Teetante
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    Inzwischen geht man davon aus, dass kluge (bzw. gebildete) Mütter eher (lange) stillen als "dumme" (ungebildete), und deren Kinder sind dann halt auch schlauer.
    Ach sooooo! Und das glaubst Du??

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    Das hat aber nicht wirklich was mit dem Stillen an sich zu tun, sondern vererbt sich halt auf die Kinder.
    Das widerspricht aber nun mal gründlich Deiner eben zitierten Liste!

    Zitat:"Menschen, die nicht gestillt wurden, haben statistisch häufiger:

    Einen geringeren Intelligenzquotienten"

    Was denn nun?

    a) Stillen und schlaues Kind durch kluge Mutter

    b) nicht stillen und dummes Kind durch ungebildete Mutter

    c) keine der beiden Varianten, weil man das so nicht generell sagen kann

  12. #57
    Aktiver Teilnehmer Avatar von quaks
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen

    Die Liste beruht ganz einfach auf Erfahrungswerten und Studien.


    Inzwischen geht man davon aus, dass kluge (bzw. gebildete) Mütter eher (lange) stillen als "dumme" (ungebildete), und deren Kinder sind dann halt auch schlauer. Das hat aber nicht wirklich was mit dem Stillen an sich zu tun, sondern vererbt sich halt auf die Kinder.
    Ok und warum taucht es dann in der Liste zu Risiken und Nebenwirkungen von Nichtstillen auf?

    jaja traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.

    All diese Krankenheiten haben tausend verschiedene Ursachen und ich denke Stillen oder nicht Stillen ist dabei nicht der größte gemeinsame Nenner. Sondern eine Vielzahl von Lebensumständen (bewegung, fernsehkonsum, art der ernährung, frühe oder späte fremdbetreuung, soziale schicht, impfungen / nicht impfungen, alter, Stadt oder landkind usw..... )

    Das mehr nicht gestillte Kinder als gestillte Kinder das haben, könnte auch einfach daran liegen, dass weltweit mehr kinder gestillt werden, aber diese Krankheiten besonders in Industrienationen autreten.

    Aus so einer riesen Datenmenge kann man eben auch tausend verschiedenen Korrelationen finden oder auch nicht. Sicher sehr interessant - aber ob sie immer richtig interprediert werden ???
    VG Sandra
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  13. #58
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von Teetante Beitrag anzeigen
    Ach sooooo! Und das glaubst Du??

    Das glaube ich nicht nur, das ist so. Gebildete Mütter informieren sich eher, sind weniger anfällig für Werbebotschaften und mehr auf einen gesunden Lebensstil bedacht.
    Allerdings ist diese "Erkenntnis" noch recht neu. Die Liste ist schon etwas älter, daher steht es da noch mit drauf.
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  14. #59
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    [/COLOR][/FONT][FONT=Verdana][COLOR=Black]
    Ich würde nie zu einer Frau sagen, dass sie ja nur zu blöd ist, denn Stillen ist nicht unbedingt einfach, wenn man nix drüber weiß. Es ist ja leider kein Instinkt, sondern eine erlernte Fähigkeit. Und wenn man nur von flaschegebenden Müttern, Schwiegermüttern etc. umgeben ist, kann man es nicht lernen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass da etwas falsch gemacht wird und es selten organische Ursachen gibt. Mehr nicht.
    Da magst du sicher recht haben - trotzdem darf man aber jeder Frau gern selbst die Entscheidung überlassen, wieviel Kraft sie ins Stilen steckt, wenn es denn nicht so rund läuft.

    Natürlich sind Hilfe und Tipps von Leuten wie dir (Stillberaterin) toll und nützlich, sie dürfen eben nur nicht dogmatisch sein.

    Oft wird frau (besonders in I-Net Foren) aber einfach ein schlechtes Gewissen gemacht, sie hätte sich einfach nicht genung angestrengt bzw. gekümmert.

    Aber eine enspannte Flaschenmutter ist sicher tausendmal besser fürs Kind als eine gefrustete, genervt, gestresste Mutter, die es furchtbar findet das sie ihr Kind 2 stündlich oder gar stündlich und das auch nachts anlegen muss. Klar gibts Mütter die sowas machen und auch gern machen, aber es kann eben nicht jede.

    Oft ist sowas z.B. beim 2. Kind gar nicht möglich, weil Nr. 1 ja auch noch so ein kleines bischen Zuwendung braucht.
    VG Sandra
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  15. #60
    Teetante
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    Standard AW: Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?

    Zitat von KittyKätzchen Beitrag anzeigen
    [/color]
    Das glaube ich nicht nur, das ist so. Gebildete Mütter informieren sich eher, sind weniger anfällig für Werbebotschaften und mehr auf einen gesunden Lebensstil bedacht.

    So, so, das ist also so! Na, ich muß ja mal ehrlich sagen, daß Du Dir da wohl manche Dinge recht schön redest! Denn wenn es so ist, wie Du schreibst, dann erkläre mir doch mal, wieso gebildete Mütter sich informieren, aber weniger anfällig für Werbebotschaften sind? Ich sehe es eher andersherum, denn es ist auch eine Geldfrage, ob man Hipp und Co kauft.

    Und weil gebildete Mütter mehr auf einen gesunden Lebensstil achten, glaubst Du, sind die nicht werbeanfällig? Ach Du liebe Güte, wer hat Dir denn sowas erzählt? Geh mal durch die großen und auch kleineren Städte und schaue Dir sogenannte "klügere Mütter" (kann man dann wahrscheinlich an der Größe der Uhr ausmachen oder aber an der Lable-Jeans, daß mehr Geld auch klügere Eltern bedeutet, mehr Geld = bessere Bildung) und dann schau mal ganz genau hin, was die einzelnen gebildeten Mütter in den Drogeriemärkten so kaufen an Babykram wie Breie, Milch, Gläschen etc. Eigentlich dürften doch lt. Deiner Aussage genau diese Frauen den ganzen Kram nicht kaufen, oder?

    Viele Grüße, Andrea



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