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Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?Dies ist eine Diskussion �ber "Wie lange sollte man stillen? Wie steht ihr dazu?" im "Ernährung" Forum, als Teil von Elternfragen.net - Das Forum für Eltern und die, die es noch werden wollenZitat: Mir hat mal ein Mann in einem Restaurant ernsthaft vorgeschlagen, ich könne das Baby doch bitte auf der Toilette stillen - und wie gesagt, ... |
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| | #46 |
| Noch neu hier ![]() ![]() | Zitat: Mir hat mal ein Mann in einem Restaurant ernsthaft vorgeschlagen, ich könne das Baby doch bitte auf der Toilette stillen - und wie gesagt, ich mach mich nicht vom Kopf abwärts frei, wenn ich stillen möchte, da muß man schon recht genau hinschauen... Ich hab ihm dann freundlich vorgeschlagen, er möge sich doch selbst in die sanitären Anlagen zurückziehen, wenn sein zartes Gemüt durch den Anblick verletzt wird - gab übrigens Szenenapplaus von den umliegenden Tischen, so kinderfeindlich ist Deutschland also gar nicht. ![]() Ich habe alle meine Kinder zwischen 4-13 Monate gestillt, danach haben sie gleich am Tisch mit gegessen, war sehr einfach und ich würde es wieder so machen. Mir hat mal ne Bedienung vorgeschlagen auf der Toilette zu stillen, ich habe sie dann gefragt ob sie auch auf der Toilette ißt...hat mir ebenfalls viel Befall gebracht .Außerdem wird die Brust verdeckt, wer natürlich geiert der erhascht auch mal ein Blick...aber ich finde es natürlich und habe mich nie ins stille Kämmerchen verzogen...denke aber ist jeden selber überlassen... LG Claudi |
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| | #47 | |||||||||||||||
| Gast |
genau das denke ich eben auch, dieses megalange Stillen ist ein Problem der Mutter das Kind "loszulassen". Diese 7 Jahre, die diese Buchautorin veranschlagt, halte ich für extremst übertrieben. Wie Monsti schon schrieb, wenn Kinder so lange gestillt werden sollen, wofür bekommen sie dann Zähne und diese auch schon relativ früh? Ich selber bin nicht gestillt bzw. wenig gestillt worden (ein paar Wochen lt. Erzählungen meines Vaters), meine Mutter hatte aus irgendwelchen Gründen keine bis wenig Milch, damals Anfang der Siebziger war einiges noch nicht so komfortabel wie heute (z.B. Wöchnerinnenstationen, Abpump-Geräte etc.). Da wurde aber damals kein Wirbel drum gemacht, keine Milch? OK, dann eben Flasche, hauptsache Kind bekam Nahrung. Geschadet hat es mir nicht! Meine Freundin wurde ca. 1 Jahr gestillt und plagt sich mit mehr Allergien und Krankheiten rum als ich, die nicht gestillt wurde. Sicher, jede Frau muß es selber wissen, wie lange sie stillen möchte und ob sie überhaupt stillen kann, soweit ich weiß, gibt es auch heute noch Frauen, wo es einfach nicht funktioniert. Was machen denn diese Frauen? Sich als Rabenmütter abstempeln lassen, weil sie keine Muttermilch haben? Ziemlich einseitige Sicht der Stillfraktion! Und auch mir war mit knapp 2 Jahren ein Leberwurstbrot lieber als alles flüssiges oder breiähnliches, dieses weiß ich halt auch nur aus Erzählungen, aber vorstellen kann ich mir das schon gut, daß Kinder auch mit ihren Zähnen neue Dinge entdecken wollen, neue Geschmäcker, anderes Feeling als Milch im Mund zu haben. Viele Grüße, Andrea | |||||||||||||||
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| | #48 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stillberaterin ![]() ![]() | ![]() Michael, hier ist der Artikel von Kathy Dettwyler. Das natürliche Alter zum Abstillen Zum Thema 'psychische Schäden', wenn man davon ausgeht, dass Kinder von selbst so lange stillen würden, wenn man sie ließe (und davon geht Dettwyler aus - eben ein natürliches Abstillen), dann bezweifle ich, dass da irgendwelche Schäden entstehen. Im Übrigen gibt es durchaus Tiere, die so lange stillen (entwicklungstechnisch gesehen), Pferdestuten z.B. trinken manchmal noch bei ihren Müttern, auch wenn sie selbst schon Fohlen haben.
Bei langer Vollstillzeit (was wie gesagt gar nicht so unüblich ist, ich kenne sehr viele Langzeitstillkinder, die erst spät mit Beikost angefangen haben) sollte man natürlich regelmäßig den Eisenspeichervorrat überprüfen lassen, eben um Mangelerscheinungen auszuschließen. Ansonsten ist dagegen eigentlich nichts einzuwenden.
Und mein KiA könnte mir wenig bis nix über die Beikostbereitschaft meines Kindes sagen - er sieht ihn so gut wie nie und kennt ihn daher so gut wie gar nicht. *schulterzuck*
1) heißen die Dinger nicht aus Jux Milchzähne. Und 2) sind wir darauf durchaus schon eingegangen, wir reden doch die ganze Zeit über Beikostbereitschaft etc. Um mal ganz banal wieder meinen Sohn als Beispiel zu nehmen, wir haben mit 9 Monaten mit Beikost angefangen. Vorher war da absolut nix zu wollen. Nennenswerte Mengen hat er aber erst mit 1 1/2 gegessen, aber auch da bestand der Hauptanteil seiner Nahrung aus Muttermilch. Geändert hat sich das erst, als ich nachts abgestillt habe. Und mit den 2 Schneidezähnchen, die er mit 9 Monaten hatte, hielt sich die Auswahl an essbaren Nahrungsmitteln doch sehr in Grenzen. Mit 6 Monaten hatte er noch gar keine Zähne. Ich gehe halt einfach davon aus, dass Kinder in 90% der Fälle wissen, was sie wann brauchen - wenn man es ihnen nicht aberzieht und ihnen mit 4 Monaten den guten Karottenpamps reindrückt (ja, alles schon gesehen ), obwohl sie ganz deutlich zeigen, dass sie das nicht wollen. Steht ja auf dem Glas drauf, also kann es ja nicht verkehrt sein. ![]() | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| | #49 | |||||||||||||||
| Stillberaterin ![]() ![]() |
Die meisten Stillprobleme sind in 95% der Fälle selbstgemacht, z.B. durch falsches Anlegen, Saugverwirrung, weil das Kind einen Schnuller oder eine Flasche bekommen hat, Stillen nach Zeitplan, oder sonstige Gründe. Wirkliche organische Gründe sind sehr, sehr selten. | |||||||||||||||
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| | #50 | |||||||||||||||
| Aktiver Teilnehmer ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
mich würde mal interessieren wo anderenorts ist. Hier in Deutland dürfte die durchschnittliche Stilldauer unter einem Jahr liegen. Soweit ich das beurteilen kann, wird das in anderen EU-Ländern nicht anders sein. Auch Nordamerkia wird sich da nicht groß unterscheiden. Um den Durschnitt auf 4 Jahre zu bekommen bleiben also mit einer deutlich längeren Stillzeit die Entwicklungsländer. Man kann doch schlecht Entwicklungsländer mit Nahrungsknappheit, z.T. Hungersnöten, einseitiger Ernährung und hoher Kindersterblichkeit mit Industrieländer vergleichen. Die Gründe für langes Stillen in Entwicklungsländern sind dort wohl oft eher in einem sonst nicht ausreichenden oder sehr einseitigen Nahrungsangebot zu sehen. | |||||||||||||||
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| | #51 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Gast |
Viele Grüße, Andrea | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| | #52 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stillberaterin ![]() ![]() |
Und wo wettere ich gegen HIPP & Co.? Aber wenn du das schon ansprichst, ich bin froh, dass es Flaschenmilch gibt. Die Werbemethoden (grade von HIPP) sind unmöglich. Die geben sich größte Mühe, den Leuten weiß zu machen, Flaschenmilch wäre gleichwertig mit Muttermilch, und das ist einfach gelogen (und verboten sowieso). Flaschenmilch ist ein hochwertiges Ersatzprodukt - aber eben nur hochwertig, nicht gleichwertig.
Ach, jetzt kommt wieder die "Ihr erzählt ja eh nur Ideologie-Scheiß"-Schiene. ![]() Zum einen ist das nicht mein Beruf, ich mache das ehrenamtlich. Ich habe also nix davon, wenn jemand stillt. Zum anderen habe ich diese Zahlen von meinem alles andere als stillfreundlichen Frauenarzt.
Wenn ich mir die Stillgeschichten alleine aus unserer Krabbelgruppe ansehe, dann kann ich bei den meisten den genauen Zeitpunkt sagen, wo das Problem entstand, das letztendes zum Abstillen führte. Ich würde nie zu einer Frau sagen, dass sie ja nur zu blöd ist, denn Stillen ist nicht unbedingt einfach, wenn man nix drüber weiß. Es ist ja leider kein Instinkt, sondern eine erlernte Fähigkeit. Und wenn man nur von flaschegebenden Müttern, Schwiegermüttern etc. umgeben ist, kann man es nicht lernen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass da etwas falsch gemacht wird und es selten organische Ursachen gibt. Mehr nicht. Ich kann nur jeder Schwangeren raten, sich eine Stillberaterin zu suchen, eben um eventuelle Probleme frühzeitig abzufangen. Hebammen kennen sich da leider häufig nur unzureichend aus. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| | #53 | |||||||||||||||
| Stillberaterin ![]() ![]() | Ach so, hier noch kurz was zum Thema "Flaschenkinder haben keine Nachteile":
Die Risiken der künstlichen Säuglingsnahrung - neu betrachtet | |||||||||||||||
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| | #54 |
| Gast | Hi Kitty, diese Krankheiten, die Du da zitierst, woher auch immer (bitte generell Quelle angeben), sind Sachen, die man aber auch bekommen kann, wenn man gestillt wurde! Meine Freundin (1 Jahr gestillt) hat mehr aus der Liste an Krankheiten, als ich, die fast gar nicht gestillt wurde. Und Allergien haben wohl die meisten Menschen mittlerweile, egal ob gestillt oder nicht. Das liegt aber sicherlich mit an unseren Industrieländern und auch an anderen Faktoren. Möchte mal wissen, wer sich diese Liste ausgedacht hat? Himmel hilf, dann sind also nicht gestillte Kinder blöder als gestillte? Oder besser noch, die Mütter sind eh zu "blöd", um zu stillen, also überträgt sich das auf die Kinder? Staunende Grüße über soviel Unsinn! Andrea |
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| | #55 | |||||||||||||||
| Stillberaterin ![]() ![]() | Wie gesagt, das sind statistische Werte, sind also nur auf die Gesamtbevölkerung und nicht auf den Einzelnen anzuwenden. Die Liste beruht ganz einfach auf Erfahrungswerten und Studien.
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| | #56 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Gast |
Zitat:"Menschen, die nicht gestillt wurden, haben statistisch häufiger: Einen geringeren Intelligenzquotienten" Was denn nun? a) Stillen und schlaues Kind durch kluge Mutter b) nicht stillen und dummes Kind durch ungebildete Mutter c) keine der beiden Varianten, weil man das so nicht generell sagen kann | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| | #57 | |||||||||||||||
| Aktiver Teilnehmer ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
jaja traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. All diese Krankenheiten haben tausend verschiedene Ursachen und ich denke Stillen oder nicht Stillen ist dabei nicht der größte gemeinsame Nenner. Sondern eine Vielzahl von Lebensumständen (bewegung, fernsehkonsum, art der ernährung, frühe oder späte fremdbetreuung, soziale schicht, impfungen / nicht impfungen, alter, Stadt oder landkind usw..... ) Das mehr nicht gestillte Kinder als gestillte Kinder das haben, könnte auch einfach daran liegen, dass weltweit mehr kinder gestillt werden, aber diese Krankheiten besonders in Industrienationen autreten. Aus so einer riesen Datenmenge kann man eben auch tausend verschiedenen Korrelationen finden oder auch nicht. Sicher sehr interessant - aber ob sie immer richtig interprediert werden ??? | |||||||||||||||
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| | #58 | |||||||||||||||
| Stillberaterin ![]() ![]() |
Das glaube ich nicht nur, das ist so. Gebildete Mütter informieren sich eher, sind weniger anfällig für Werbebotschaften und mehr auf einen gesunden Lebensstil bedacht. Allerdings ist diese "Erkenntnis" noch recht neu. Die Liste ist schon etwas älter, daher steht es da noch mit drauf. | |||||||||||||||
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| | #59 | |||||||||||||||
| Aktiver Teilnehmer ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Natürlich sind Hilfe und Tipps von Leuten wie dir (Stillberaterin) toll und nützlich, sie dürfen eben nur nicht dogmatisch sein. Oft wird frau (besonders in I-Net Foren) aber einfach ein schlechtes Gewissen gemacht, sie hätte sich einfach nicht genung angestrengt bzw. gekümmert. Aber eine enspannte Flaschenmutter ist sicher tausendmal besser fürs Kind als eine gefrustete, genervt, gestresste Mutter, die es furchtbar findet das sie ihr Kind 2 stündlich oder gar stündlich und das auch nachts anlegen muss. Klar gibts Mütter die sowas machen und auch gern machen, aber es kann eben nicht jede. Oft ist sowas z.B. beim 2. Kind gar nicht möglich, weil Nr. 1 ja auch noch so ein kleines bischen Zuwendung braucht. | |||||||||||||||
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