| Zitat: von KittyKätzchen | | | |
| Der Sauginstinkt bleibt jedem Kind jahrelang erhalten. Jeder findet es normal, ein Baby, das älter als 6 Monate ist, ja auch ein Drei- oder Vierjähriges mit einem Schnuller im Mund zu sehen. Wenn es stimmen würde, dass die Natur für den Menschen eine Stilldauer von lediglich wenigen Monaten vorgesehen hat, dann würde sie es so eingerichtet haben, dass nach dieser Zeit die Milch versiegt und der Sauginstinkt verschwindet, denn die Natur ist sehr ökonomisch, da wird nichts verschwendet. Die Milchproduktion richtet sich jedoch exakt nach den Bedürfnissen des bestimmten Babys/Kindes. | |
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Das ist so nicht richtig.
Der Saugreflex (automatisches Saugen beim berühren des Gaumens) erlischt im 4ten Monat allmählich und wird durch aktives Saugen ersetzt. Lediglich der Schluckreflex bleibt lebenslang erhalten.
Die Milchproduktion bleibt so lange erhalten, wie ein aktiver Stimulus (Saugen) vorhanden ist. Die Milchproduktion kann somit über Jahre erhalten oder aber schon nach Wochen beendet werden. Dies wird über einen Hormonregelkreis gesteuert.
| Zitat: von KittyKätzchen | | | |
| Flaschenmilch ist - zum Glück - ein akzeptabler Muttermilchersatz. Allerdings steht sie in der Hierarchie der Babyernährung erst an 4. Stelle. Davor kommt 1. Muttermilch, 2. abgepumpte Muttermilch und 3. Milch einer anderen Frau. | |
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1-3 ist für mich das selbe

Sicherlich ist Muttermilch in den ersten Lebensmonaten die ideale Nahrung, aber wenn eine Frau nicht stillen kann, so ist eine Fertignahrung ein vollwertiger Ersatz.
| Zitat: von KittyKätzchen | | | |
| Die Qualität der Flaschenmilch liegt Längen hinter der Muttermilch. Die Inhaltsstoffe sind in sehr viel größerer Menge in der FM vorhanden, weil sie viel schlechter aufgenommen werden. Dazu kommt, dass das Eiweiß der Kuhmilch sehr viel schlechter verdaut wird. Das kann grade bei Kolikbabies zu echten Beschwerden führen. | |
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Das stimmt so nicht ganz zumindest definiere ich "sehr viel größer" und "sehr viel schlechter" anders

Es stimmt das der Protein Gehalt der Formelnahrung auf Kuhmilch basierend höher ist und auch die Zusammensetzung von Kasein zu Molkeprotein anders und in der Frauenmilch besser ist.
Aber viel schlechter ist die Nahrung dadurch nicht. Ein Kind, das mit der Flasche aufgezogen wird, hat Ernährungstechnisch gesehen keine Defizite gegenüber einem gestillten Baby.
| Zitat: von KittyKätzchen | | | |
| Von Unmengen an Abwehrstoffen mal abgesehen. Viele Kinder werden nach dem Abstillen "plötzlich" viel häufiger krank als vorher. | |
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Unmengen sind das nun wirklich nicht

Das Kolostrum (die Milch in den ersten Tagen nach Geburt) enthält viele Abwehrstoffe, die eine begrenzte passive Immunität beim Säugling erzeugen.
Am achten Tag nach Geburt (transitorische Milch) sind nur noch 1/4 der Menge an Abwehrstoffen in der Milch enthalten, nach dem ersten Monat (reife Milch) nur noch 1/6.
Die passive Immunisierung durch das Kolostrum ist für das Neugeborene wichtig, da es noch kein intaktes eigenes Immunsystem besitzt. Dies ändert sich aber rasch. Ein Kind von einem Jahr ist nicht mehr auf Antikörper aus der Muttermilch angewiesen.
Aber versteh mich bitte nicht falsch. Ich bin absolut für das Stillen.
Jede Frau die stillen kann, sollte dies auch tun.
Man muss aber wissen, dass die Zusammensetzung der Muttermilch ab dem 4-6 Lebensmonat zur alleinigen Ernährung des Kindes nicht mehr ausreicht.
In dieser Zeit sollte also langsam mit der Beikost angefangen werden um ein normales Gedeihen zu gewährleisten.
Wie lange eine Frau ihr Kind stillt, ist jeder Mutter selber überlassen.
Ich persönlich halte alles über 1 1/2 - 2 Jahre für zu lange, aber das ist meine ganz persönliche Meinung.
Gruß
Michael