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Kinderfeindlichkeit der Deutschen

Dies ist eine Diskussion �ber "Kinderfeindlichkeit der Deutschen" im "Chat Ecke" Forum, als Teil von Elternfragen.net - Das Forum für Eltern und die, die es noch werden wollen
Hallo der Kommentar von einszweidrei hat mich drauf gebracht, mal nachzufragen. Ich hab zwei Kinder und wir wohnen in einer mittelgroßen Stadt. Nö ich finds ...


Umfrageergebnis anzeigen: wie kinderundfreundlich findet ihr eigentlich uns Deutsche - und zwar mein ich damit den Alltag und
sehr - mache ständig schlechte Erfahrungen 3 37.50%
gar nicht - bisher wenige schlechte Erfahurngen 3 37.50%
weder Fisch noch Fleisch :-) 2 25.00%
Teilnehmer: 8. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 26.11.2006, 10:02   #1
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Standard Kinderfeindlichkeit der Deutschen - Dieser Beitrag ist 687 Tage alt

Hallo

der Kommentar von einszweidrei hat mich drauf gebracht, mal nachzufragen.

Ich hab zwei Kinder und wir wohnen in einer mittelgroßen Stadt. Nö ich finds nicht kinderunfreundlich. Eigentlich gibts immer nur freundlich Blicke, bisher kaum genervte und wirklich blöde Sprüche hab ich auch nicht gehört.

Klar gibts immer Leute, denen Kinder auf den Geist gehen auch hier, aber die machen nur einen ganz kleinen Teil meiner Erfahrungen aus.

So erzählt doch mal :-)

Achso wegen der Umfrage - mir sind grad die Antwortformulierungen nicht so gut gelungen - darf gern geändert werden :-)


vg Sandra

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Alt 26.11.2006, 12:37   #2
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Standard Kinderfeindlichkeit der Deutschen - Dieser Beitrag ist 687 Tage alt

Ich kann da leider nicht viel zu beisteuern, da ich ja selber noch keine Kinder habe.

Aber im Allgemeinen, wenn viele Kinder keinen Kindergartenplatz bekommen, weil es keine Kindergärten gibt, finde ich das kein wirklich Kinderfreundliches Land (von der politischen Ebene her gesehen).
Es wird immer so viel gejammert, das wir Deutschen keine Kinder mehr bekommen, oder viel zu wenig, und dann wenn man Kinder hat, lässt einen der Staat schon fast im Stich.

Gruß

Micha
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Alt 26.11.2006, 14:10   #3
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Standard Kinderfeindlichkeit der Deutschen - Dieser Beitrag ist 687 Tage alt

Ich wohne jetzt in einer Kleinstadt, hier sind die Leute ziemlich kinderfreundlich...sonst ziehst Du auch nicht hierher, die "Kinderwagenfraktion" ist in der Mehrheit!

Aber ich habe auch den Vergleich mit einer Großstadt, mit der, die angeblich soviel Herz hat, und da sieht es ganz anders aus. : Hilfe, wenn Du mit dem Kinderwagen vor einer Treppe stehst? Kein Gedanke. Dafür springen Dir aber Menschen mit chronischer Zeitnot vor jedem Aufzug quasi über den Kinderwagen, damit sie auch ja vor Dir drin sind und Du ihnen den wertvollen Platz nicht streitig machen kannst - und nein, die Treppe ist keine Alternative, das wäre ja mühsam >:(

Und dann gibt es da noch die Raucher (hey, ich hab selbst jahrelang geraucht, und nicht wenig, hab es aber immer geschafft, auf Nichtraucher und v.a. Kinder Rücksicht zu nehmen, und bin nicht dran gestorben) Das schönste Beispiel: Ich sitze stillend (!) im Café, zwei Damen kommen an meinen Tisch, fragen, ob sie sich dazusetzen können - klar, kein Problem. Die eine holt ganz selbstverständlich die Zigaretten aus der Tasche, ich bitte sie, jetzt nicht zu rauchen, da pflaumt sie mich an: "Das ist hier aber kein Nichtrauchertisch, also kann ich auch rauchen." Auf meine Frage, ob sie sich auch zu Erwachsenen, die grade essen (!) an den Tisch dazusetzt (!) und denen ins Essen qualmt, meinte sie, das sei ja wohl was anderes. Ach ja???
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Alt 27.11.2006, 06:10   #4
Obelix1962
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Standard Kinderfeindlichkeit der Deutschen - Dieser Beitrag ist 686 Tage alt

Also ich finde Deutschland sehr Kinderfeindlich.

Nicht nur das in den letzten 20 - 25 Jahren fast nix für die kleinen gemacht wurde
nein diese scheinheiligkeit unserer heutigen Politiker schreit geradeso zum Himmel.

Für den Straßenverkehr und dessen Ausbau werden Milliarden ausgegeben
und für die Kinder im Verhältnis hierzu nur ca. 5 % dieses Etats.
Da brüsten sich die OB's mit wir sind eine Kinderfreundliche Stadt und
hinten herum kürzen die gleichen den Kinderreichen die städtischen Zuschüße
bauen keine Kindergärten kürzen den Jahresetat für Spielflächen (obwohl sie wissen
das Unterdeckungen im großen Umfang vorhanden sind).
Da werden in 25 Jahren die Kindergeldzahlungen eingefroren (na ja
man hat sich ja um den Wahlerfolg zu erhalten bzw. weil ein Minister
mal noch im hohen Alter so ein lästigesein Kind bekommt dazu durchgerungen
dieses nach fast 20 jährigen nichts tun um 10.-DM erhöht) und da, aktuell
bringen es sogar z. Z. tätige Politiker fertig, an diesem nicht mal für dei Windeln
und Ernährung reichenden Betrag zu knappern und dieses kürzen zu wollen.
Oder der Nachtbar der dich als Asozial betrachtet und es Dir immer wieder ins
Gesicht sagt, das du doch über 1,6 Kinder hast und damit Überdurchschnittlich
viele bzw. durch die Blume gesagt es gibt doch auch die Pille.
Na ja was soll man davon halten.

Frust bringt uns in unserer Mehrkinder-Familie nicht weiter eher nach vorn.
Tragen wir ja schließlich mit unseren Kindern dazu bei das der maulende Nachtbar
überhaupt noch Rente bekommt, es in wenigen Jahren jemanden gibt der für
die Pfllegeversicherung einbezahlt und diesen Alten (heute noch maulenden) pflegt(wenn wir
bis dahin nicht aus Asien oder Afrika einen anfordern müßen der für uns als Familie noch
finanziel tragbar ist).

Grüßle
Obelix1962
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Alt 29.11.2006, 08:26   #5
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Standard Kinderfeindlichkeit der Deutschen - Dieser Beitrag ist 684 Tage alt

hallo zusammen

ich mache leider ständig schlechte erfahrungen zwecks kinderfreundlichkeit

es geht los bei einigen ärzten....sie hätten das kind doch abtreiben können wär doch viel einfacher gewesen ....hallo nur weil mein sohn bluter ist ?

dann einen kiga finden der bereit war ihn aufzunehmen .....nein also gute frau das ist uns zu riskant......der kiga wo er unterkam....er ist soooo ein süßer und sooo lieb ...die verstehen gar nicht das er abgelehnt wurde.....schließlich ist er schon fast 4 jahre und kann sich mitteilen wenn etwas nicht stimmt....außerdem habe ich den erzieherinnen erklärt worauf es ankommt wenn etwas ist und was zu tun ist im falle eines falles.....es kambisher nicht dazu das er irgendetwas hatte was mit der hämophilie zu tun hatte


dann auf dem spielplatz.....die mütter anderer kinder....nun lassen sie den jungen doch klettern er fällt doch weich ist doch sand unter dem gerüst.....dann erkläre ich warum ich ihn zurückhalte....dann ziehen die mütter ihre kinder weg und sagen spiel lieber mit einem anderen kind....ist mein sohn ansteckend??....es gibt aber auch mütter die dann einfach fragen was das ist und wie sich das auswirkt aber leider eben eher selten die meisten reagieren mit ablehnung

die schlimmsten leute sind allerdings die die meinen sowas hätte ich abtreiben lassen ....sowas ist dafür verantwortlich das die beiträge der krankenkassen dauernd erhöht werden

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Alt 29.11.2006, 09:07   #6
Teetante
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Standard Kinderfeindlichkeit der Deutschen - Dieser Beitrag ist 684 Tage alt

Hi Dany!

Deinen letzten Satz möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen!

Es ist sicherlich nicht richtig, daß Dir von Ärzten (?) gesagt wird, hätten Sie doch abtreiben können. Aber ein Schwangerschaftsabbruch alleine treibt die Kosten der Krankenkassen bzw. die Beiträge nicht in die Höhe. Man könnte nun diskutieren, daß die Kosten, die Dein Sohn verursacht durch seine Krankheit höher sind als Kosten z.B. des Abbruches, aber darauf will ich gar nicht hinaus, denn das ist ein anderes Thema und wird hier sicherlich auch mal diskutiert werden irgendwann.

Nein, worauf ich hinaus will, ist Folgendes: Aus Deinem letzten Satz kann ich gut heraushören, daß Du gegen einen Schwangerschaftsabbruch bist, ist ja auch in Ordnung. Aber generell sollte man nicht immer so pauschaliert sagen, Abtreibung? Nie im Leben! Mit mir nicht!
Es gibt Situationen im Leben, da ist frau dankbar, daß es eine Möglichkeit gibt, die Schwangerschaft abzubrechen. Es gibt nicht umsonst die sogenannten Indikationen, die man beachten muß. Es gibt sicherlich Eltern, die können es sich nicht vorstellen, daß ihr Kind mit einer Krankheit geboren wird und die wollen auch solche Sachen, wie Du sie z.B. im Kiga oder auf dem Spielplatz erlebst, nicht erleben.
Oder aber, wenn klar ist, daß das Kind schwerstbehindert auf die Welt kommt. Ich kann es verstehen, daß man dann abbricht. Was ist das für ein Leben, wenn Dein Kind vor sich hin vegetiert, nicht selbstständig essen, trinken, sprechen, sitzen was weiß ich noch alles nicht kann und es ein 100 prozentiger Pflegefall ist, eventuell mit einer geringen Lebenserwartung?

Oder aber wenn eine Frau einfach aus persönlicher Sicht (wenig Einkommen, keine gesicherte Arbeitsstelle, keine Ausbildung etc.) sagt, es geht nicht mit einem Kind? Dann ist es doch besser, man bricht ab, als wenn das Kind keine Lebensperspektive hat und im schlimmsten Fall in einem Heim landet oder aber zu Tode gequält wird (siehe die neuesten Kinderschicksale Tobi und wie sie alle hießen)!

Sicher spielt bei solchen Überlegungen auch die sogenannte Kinderfeindlichkeit in Deutschland eine große Rolle! Aber immer generell sagen, ein Schwangerschaftsabbruch ist schlecht, treibt die Kosten in die Höhe und die Frau soll in der Hölle schmoren, finde ich nicht in Ordnung!

Viele Grüße, Andrea
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Alt 29.11.2006, 09:27   #7
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@obelix - ich meinte schon den ganz alltäglichen wahnsinn - über die rechltichen sozialen Belange können wir auch gern diskutieren, nur in diesem Thread ging es mir dadrum eher nicht :-)


@dany

das ist recht heftig.
Das sind Sachen, die z.T. über meine Vorstellungskraft hinausgehen und die ich so auch noch nie erfahren hab.
Naja das Mütter manchmal furchtbar sind - ok da fehlt mir die Vorstellungskraft nicht - aber so wirklich böse Erfahrungen hab ich da auch noch nicht gemacht.

Aber das Ärzte solche Sprüche bringen, lässt einen doch gruseln.
Und ich sehe es ganz genauso - es ist kein Grund ein Kind abzutreiben!
Mal davon ab - hast du es denn eigentlich vorher gewusst?

Ich hab mit Ärzten auch einfach noch keine wirklich schlimm negativen Erlebnisse gehabt - klar nervt mal das eine oder andere, aber es sind eben auch Menschen.

Viele Grüße
Sandra

*auch Krankenkassenbeiträgehochtreiber und Nix-Einzahler*
Find ich auch nciht gut - kann ich aber nunmal nicht ändern!
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Alt 29.11.2006, 09:37   #8
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@andrea - ich bin mir nicht ganz sicher ob Dany prinzipiell gegen Schwangerschaftsabruch ist.

Und sicher hast du recht, das es eine sehr persönliche und schwere Entscheidung der Frau ist.
Ich verurteile niemanden, der mit guter Begründung und nach reiflicher Überlegung eine Schwangerschaft beendet. Maches kann ich wohl nicht nachvollziehen, aber ich muss die Entscheidung ja nicht tragen und mit ihr leben.

Aber es gibt Krankheiten mit denen kann man leben - es ist nicht immer einfach und niemand möchte das, aber es gibt schlimmeres.
Ich persönlich halte Hämophilie nicht für einen Abtreibungsgrund. Letzlich ist ja ein relativ normales Leben möglich.
Ich hab auch schon gelesen, dass einer Schwangeren deren Kind eine ähnliche Fehlbildung wie meine Kleine hatte ein Schwangerschaftabruch empfohlen wurde - finde ich furchtbar und es ist für mich genauso kein Grund. Es ist operabel, machbar und die Chancen für ein recht normales Leben sind gut.

Ich denke man muss sich auch seinem Schicksal stellen.

Und ich denke es ist auch einfach was anderes ob man theoretisch darüber disskutiert, oder ob man über deinen lebenden, glücklichen Jungen, den man unendlich liebt sagt - sowas hätte man abtreiben sollen.

lg sandra
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Alt 29.11.2006, 09:44   #9
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nun war ich gerademit meiner antwort fertig und nun ist sie weg also nochmal neu




andrea ich verstehe durchaus wenn sich eine frau unter gewissen umständen gegen ein kind entscheidet

ich wußte vorher nicht das ich konduktorin bin...ich war in der 30. schwangerschaftswoche als dieser spruch von den ärzten einer uniklinik kam...

und dasmit den höheren beiträgen der krankenkassen kommt eher von der allgemeinheit....schließlich sind es immense kosten die da auflaufen

kurz zur erklärung 500 einheiten des präparates kosten etwa 2000 euro
mein sohn bekommt 3x wöchentlich 500 E
ein ausgewachsener bluter spritzt sich etwa 1500 E pro substitution
ist schon eine menge...aber ich denke es gibt auch genug andere erworbene krankheiten die hohe kosten verursachen ...soll man die leute deshalb um die ecke bringen?
nein natürlich nicht


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Alt 29.11.2006, 09:54   #10
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ich habe noch etwas vergessen

die kindergärten in unserem ort sind alle integrativ also auch für behinderte kinder gedacht...darum habe ich es nie verstanden warum alle bis auf einen abgelehnt haben....man hat mich ja nicht mal anhören wollen damit ich hätte erklären können wieman mit dieser krankheit umgehen muß....und die mütter auf dem spielplatz naja mittlerweile stehe ich drüber
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Alt 29.11.2006, 10:00   #11
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Hi Quaks, hi Dany!

Nein, natürlich soll man die "Leute" nicht um die Ecke bringen! Trotz ernstem Thema mußte ich gerade doch schmunzeln, als ich das las!

Ok, Dany, hatte Deine Einstellung vielleicht anders aufgefaßt, als sie tatsächlich ist, war vielleicht etwas vorschnell, wollte Dich natürlich nicht angreifen oder sowas, sorry!

Ein Kind in der 30. Woche abzutreiben, nur weil es Bluter ist, finde ich auch erschreckend. Zumal diese Krankheit nicht zu einer Behinderung im Sinne von geistiger Behinderung führt. Das weiß ich auch alles, und ich finde es toll, daß Ihr beide, Du und Quaks Eure Kinder auch bekommen habt!

Vielleicht sollte ich mal dazuschreiben, daß ich selber ein Sternenkind habe! Ich war vor 10 Jahren schwanger und eigentlich paßte es überhaupt nicht, aber wer Spaß hat, muß auch über mögliche Folgen nachdenken! Also habe ich mich für das Kind entschieden, mußte aber leider den Abbruch vornehmen lassen in der 13. Woche, weil es auf eine Fehlgeburt hinauslief, da keine Lebenszeichen vorhanden waren. Und ich war schon froh, daß die Ärzte damals das in der 13. Woche gemacht haben und ich nicht auf die Abstoßung von meinem Körper warten mußte. So hat es mir nämlich ein Gyn vorgeschlagen, dessen Praxis ich dann auch nie mehr aufgesucht habe. Hatte dann eine tolle Gyn gefunden, die mich direkt weiterüberwiesen hat und dann wurde das alles ziemlich unbürokratisch ambulant erledigt! Da bin ich denen allen heute noch dankbar für! Aber schwer war es trotzdem, auch wenn das "Kind" keine Lebenszeichen hatte.

Ich bin also nicht generell gegen einen Abbruch, aber wegen Lapalien finde ich es auch nicht in Ordnung. Schön und gut finde ich aber, daß Frauen in der Situation nicht ganz alleine gelassen werden, man muß als Frau allerdings die Hilfe auch annehmen, sonst funktioniert das ganze System nicht!

Liebe Grüße, Andrea
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Alt 29.11.2006, 10:07   #12
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andrea ich fühlte mich nicht angegriffen...habe mich vielleicht ja auch etwas zu pauschal ausgedrückt


das schlimme an der ganzen sache war ja das es während der schwangerschaft noch gar nicht feststand das der kleine bluter ist....ich lehnte eine fruchtwasseruntersuchung ab ...es bestand eine 50 % ige chance das der kleine gesund zur welt kommt und nur auf verdacht diese äußerung der ärzte hat mich so hart getroffen...allerdings hätte ich auch nicht anders entschieden wäre die diagnose sicher gewesen weil man heute mit der hämophilie sehr gut leben kann fast normal sogar


die forscher haben das defekte gen entschlüsselt und nun forschen sie wie man es reparieren kann....es besteht also grund zur hoffnung das mein sohn eventuell heilung erfährt
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Alt 29.11.2006, 10:16   #13
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Hi Dany!

Ich lerne doch immer wieder neue Sachen dazu, muß ich gerade feststellen!

Ich wußte nicht, das man die Hämophilie mit der Fruchtwasseruntersuchung feststellen kann, ich weiß nur, daß man die Trisomie21 (ist es 21? fällt mir gerade irgendwie nicht ein!) damit feststellen kann.

Aber ich muß Dir sagen, vor dieser Untersuchung habe ich auf einen Heidenrespekt! Wenn ich nochmal schwanger werden sollte, weiß ich gar nicht ob ich die machen lassen würde... Allerdings gehöre ich ja jetzt schon fast zu den Spätgebärenden und wenn ich noch ein paar Jahre warten, dann gehöre ich auf jeden Fall dazu!

Liebe grüße, Andrea
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Alt 29.11.2006, 11:17   #14
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Also ich konnte noch keine schlechten Erfahrungen sammeln, seitdem meine Maus da ist. Wir wohnen auch nur in einem kleinen Örtchen. Und bei Babys sind die Leute eh immer freundlich und nett. Bei meinen Geschwistern konnte ich allerdings miterleben, dass es auch sehr unfreundlich zugehen kann, wenn sie größer sind und doch etwas lauter spielen. Da lebten wir aber noch in Sachsen-Anhalt und das ist eh ein griesgrämiges Volk seit der Wende.

Politisch gesehen find ich Deutschland unmöglich und vermisse z.B. die Kinderkrippen ganz arg, nicht um mein Kind dorhin abzuschieben, sondern damit es Kontakte zu gleichaltrigen knüpfen kann.

Über das Thema kann man echt Romane schreiben, aber das soll erst mal genügen.

LG Kerstin
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Alt 29.11.2006, 11:38   #15
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@andrea

man kann die hämophilie nicht 100%ig am fruchtwasser erkennen vielmehr ging es wohl darum dem kind im mutterleib blut abzunehmen
ich lehnte ab weil ich das für ein zu hohes risiko hielt...
und natürlich hatte ich auch angst bin aber froh das ich abgelehnt habe da unser professor später sagte es hätte durchaus zu lebensbedrohlichen blutungen kommen können
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